Premiere

Der Nussknacker

Zusammenfassung

Ballett von _Christian Spuck_\nach der Novelle von _E.T.A. Hoffmann_\Musik von _Peter I. Tschaikowsky_
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Ballett von Christian Spuck
nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Christian Spucks Neuinszenierung rückt die literarische Vorlage von E.T.A. Hoffmann ins Zentrum und betont das Spannungsfeld zwischen kindlicher Unschuld und wachsender Selbstwahrnehmung.

Seit der Entstehung der Erzählung von Hoffmann (1816) und der späteren Ballettadaption von Marius Petipa und Peter I. Tschaikowsky (1892) hat sich Der Nussknacker zu einem der bekanntesten Klassiker des Balletts entwickelt. Ursprünglich als prachtvolles Unterhaltungsballett gedacht, wurde das Werk im 20. Jahrhundert vielfach präsentiert, und der Besuch einer Aufführung wurde zu einem Weihnachtsritual, während seine psychologische und literarische Tiefe in den Hintergrund geriet. Christian Spuck greift diese historische Tradition auf, um eine Aufführung zu schaffen, die sowohl der klassischen Ballettsprache verpflichtet ist als auch den vielschichtigen Aspekten von Hoffmanns Geschichte Platz bietet.

Musikalisch stützt sich die Inszenierung auf Tschaikowskys weltberühmte Komposition, die den kontrastreichen Bildern zwischen märchenhafter Leichtigkeit, dramatischer Spannung und surrealem Traumspiel ihren unverwechselbaren Klang verleiht.

Dieses Ballett ist keine reine Weihnachtsaufführung, sondern eine poetische, moderne Reflexion über das Erwachsenwerden, Selbstfindung und die Grenzen zwischen Realität und Fantasie. Spucks Fassung ist ein Berliner Nussknacker, der klassische Tradition und literarische Romantik neu zusammenführt, die Magie des Originals bewahrt und gleichzeitig ein zeitgemäßes, vielschichtiges Erlebnis für Kinder und Erwachsene bietet.

Termine

2026
2026






2027
2027


 
Info

Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
15.00 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
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19.30 Uhr
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15.00 Uhr
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Deutsche Oper Berlin
15.00 Uhr
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Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
18.00 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
15.00 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Deutsche Oper Berlin
19.30 Uhr
2 h 15 min inkl. einer Pause
Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung
Familienvorstellung- & Workshop

13.00 Uhr

5

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen bei Familienvorstellungen auf allen Plätzen 10 €.

Schon im Vorfeld können sich Kinder und Jugendliche in Workshops gemeinsam mit ihren Eltern mit einer altersgerechten Einführung auf den Ballettbesuch vorbereiten, mehr zur Handlung erfahren, die Charaktere kennenlernen und kurze Szenen aus dem Stück tanzen. Der Workshop findet zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn statt.

 
Anmeldung erforderlich

Telefon: 030 34 384-166
E-Mail: contact@tanz-ist-klasse.de

Familienvorstellung- & Workshop

13.00 Uhr

5

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen bei Familienvorstellungen auf allen Plätzen 10 €.

Schon im Vorfeld können sich Kinder und Jugendliche in Workshops gemeinsam mit ihren Eltern mit einer altersgerechten Einführung auf den Ballettbesuch vorbereiten, mehr zur Handlung erfahren, die Charaktere kennenlernen und kurze Szenen aus dem Stück tanzen. Der Workshop findet zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn statt.

 
Anmeldung erforderlich

Telefon: 030 34 384-166
E-Mail: contact@tanz-ist-klasse.de

Der Blick hinter den Klassiker

Christian Spuck im Gespräch

Katja Wiegand (KW): Christian, Der Nussknacker gilt als das Weihnachtsstück schlechthin. Was gab ursprünglich den Anstoß, dich diesem vermeintlich bekannten Stoff zu widmen, und warum inszenierst du ihn nach Zürich für Berlin erneut?

Christian Spuck (CS): Als wir das Stück 2017 in Zürich erarbeiteten, faszinierte mich bereits die psychologische Tiefe der Vorlage der Novelle von E.T.A. Hoffmann (1816). Dieser Klassiker fehlte in Zürich noch im Repertoire, und mich reizte vor allem die Komposition Peter I. Tschaikowskys. Für Berlin habe ich mich jedoch gegen eine bloße Wiederaufnahme der Zürcher Version entschieden; ich wollte das Werk speziell für dieses große Ensemble neu choreographieren. Dass wir den Nussknacker nun in Berlin zeigen, ist auch eine Antwort auf die große Sehnsucht des Publikums und des Orchesters nach dieser anspruchsvollen Partitur. Sie ist weit mehr als eine bloße Aneinanderreihung von Melodien; sie ist hochkomplex, fordernd und für jedes Orchester eine wunderbare Aufgabe.


KW: Worin liegt aus deiner Sicht als Choreograph die besondere musikalische Charakteristik dieses Werkes?

CS: Während Tschaikowsky in Dornröschen noch stärker mit einer leitmotivischen Technik arbeitet, um Charaktere musikalisch zu fixieren, wirkt der Der Nussknacker wie eine bunte, fast rauschhafte Aneinanderreihung verschiedenster Klangfarben und Volksliedelemente. Er hat sich hier weniger als strenger Dramatiker, sondern vielmehr als Visionär einer fantastischen Klangwelt verstanden und schuf im engen Austausch mit dem Choreographen Marius Petipa austarierte musikalische Miniaturen. Diese kleinteilige und dennoch sinfonisch dichte Struktur erlaubt es mir, die rhythmische Präzision der Musik als Brücke zwischen klassischer Form und moderner Psychologie neu zu schlagen.

KW: Inwieweit dient dir die literarische Vorlage?

CS: Mein Zugang führt über die Originalnovelle von E.T.A. Hoffmann, die im Kern eine dunkle Erzählung der „schwarzen Romantik“ und keineswegs ein reines Kinderstück ist. Über die Jahrzehnte wurde die Geschichte durch eine eher kommerzielle Aufführungspraxis stark verändert. Hoffmanns Welt ist jedoch viel verworrener; er stellt Fragen nach Identität, dem Unheimlichen und der Verwandlung, die in traditionellen Ballettinszenierungen oft unbeantwortet bleiben. Mir war es wichtig, diese Tiefe zurückzugewinnen, den Kern der Erzählung wieder freizulegen und den Fokus auf die Figur Marie zu legen.

KW: Warum steht für dich Marie im Zentrum des Geschehens?

CS: In Zürich füllten wir 2017 die logischen Lücken der Erzählung, in der jetzigen Berliner Inszenierung erleben wir die Geschichte durch ihre Augen. In der literarischen Vorlage von E.T.A. Hoffmann ist Marie krank, und ihr Fiebertraum bildet die Brücke zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Marie ist ein junges Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, das sich in einer Welt aus Fantasie und Sehnsucht behaupten muss. Es ist auch die Geschichte einer inneren Befreiung: Sie entscheidet sich mutig für ihre eigenen Gefühle und ihre Liebe, auch wenn diese in einer Welt stattfindet, die zwischen Traum und Realität changiert.

KW: Der zweite Akt ist im klassischen Ballett häufig durch Nationaltänze geprägt, die heute oft aufgrund ihrer stereotypen Darstellung hinterfragt werden. Wie gehst du in deiner Choreographie damit um, ohne die musikalische Substanz zu verlieren?

CS: Das ist eine ästhetische Herausforderung, die ich sehr behutsam angehe. Anstatt die gewachsenen Exotismen als bloße Dekoration zu reproduzieren, die heute zurecht als koloniale Klischees wahrgenommen werden, möchte ich diese Tänze in eine neue Bildwelt einbetten. In diesen Orten können z. B. die Motive zu Bestandteilen einer schillernden Theaterfantasie werden, die Marie beeinflusst, aber gleichzeitig als Teil einer künstlichen, bühnenhaften Vorstellung erkennbar bleiben. Das Bekannte aus ihrer Welt verwandelt sich in etwas Fantastisches. So wird ihre Tante zur Schneekönigin, und das Hauspersonal erscheint plötzlich als Teil eines opulenten Blumenwalzers. In dieser schillernden Welt aus Clowns, Blumen und Schneeflocken findet Marie eine Umgebung, die für sie ebenso faszinierend wie rätselhaft bleibt.

KW: Neben Marie ist Drosselmeier die prägende Figur der Erzählung. Wie definierst du seine Rolle in deinem Ballett?

CS: Drosselmeier ist bei E.T.A. Hoffmann eine zutiefst ambivalente, fast schon unheimliche Figur der schwarzen Romantik. Bei mir wird er weniger als omnipräsenter „Showmaster“ inszeniert; er agiert vielmehr aus dem Hintergrund, wie ein Magier, der die Strippen zieht. Er ist die Brücke zwischen den Welten, jemand, der Maries Fantasie nicht nur motiviert, sondern sie auch manipuliert. Er nutzt die kindliche Leichtgläubigkeit aus, um eine ganz eigene Realität zu erschaffen, was ihm eine dunkle Tiefe verleiht, die weit über das Bild des gütigen Patenonkels hinausgeht.

KW: Wie wird diese Fantasiewelt Maries optisch umgesetzt?

CS: Klischees zerstören die Fantasie, deshalb entschied ich mich mit meinem Bühnenbildner Rufus Didwiszus für eine Bühne, die sich als Ort der ständigen Verwandlung präsentiert. Wir orientieren uns an der Mechanik alter Kulissentheater, in dem durch schiebende und fahrende Elemente vor den Augen der Zuschauer*innen immer neue Welten entstehen. Es wird prachtvolle, historisch inspirierte Kostüme von Emma Ryott geben, die um die Jahrhundertwende angesiedelt sind, aber stets mit einem Schuss fantastischem Humor versehen werden. Auch wenn wir klassisch auf Spitze tanzen, ist unser Ziel ein origineller, bildgewaltiger Nussknacker, der die Magie des Theaters selbst feiert.

KW: E.T.A. Hoffmann hat diese Geschichte eng mit der weihnachtlichen Atmosphäre Berlins verknüpft. Welches Gefühl möchtest du dem Publikum am Ende dieses Abends mit auf den Heimweg geben?

CS: Ich sehe meine Arbeit als ständige Auseinandersetzung zwischen Realität und Fantasiewelt. Wenn die Menschen nach der Vorstellung nach Hause gehen und sich vielleicht sogar inspiriert fühlen, die Originalnovelle von Hoffmann noch einmal zur Hand zu nehmen, würde mich das sehr freuen. Weihnachten ist dieser besondere Moment im Jahr, der uns füreinander öffnet und eine fast kindliche Vorfreude weckt. Mein größter Wunsch ist es, das Publikum zu verzaubern und einen Moment der Menschlichkeit, Wärme und Festlichkeit zu schaffen.