Georges Bizet
Georges Bizet wurde am 25. Oktober 1838 mit dem Namen Alexandre César Léopold Bizet geboren. Sein Vater Adolphe Armand Bizet arbeitete als Gesangslehrer, die Mutter Aimée Léopoldine Delsarte Bizet war Pianistin. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Bizet schon früh eine große musikalische Begabung zeigte, welche ihm den Eintritt in das berühmte Pariser Konservatorium mit nur neun Jahren ebnete. Dort lernte er von Lehrern wie Charles Gounod und Fromental Halévy, seinem späteren Schwiegervater, dessen Tochter Geneviève Halévy er 1869 heiratete.
Mit 16 Jahren schrieb Bizet seine erste Sinfonie, in C-Dur. Sie blieb lange Jahre unbekannt, bis sie 1933 in den Archiven der Pariser Konservatoriumsbibliothek gefunden wurde. Hier wurde die Partitur von dem Komponisten Reynaldo Hahn hinterlegt, der diese zuvor von Bizets Witwe Geneviève erhalten hatte. Die Erstaufführung der Symphonie in C fand am 26. Februar 1935 statt und wurde, als ein frühes Meisterstück Bizets zelebriert.
1857 gewann Bizet den Prix de Rome, wodurch er ein Stipendium für einen mehrjährigen Studienaufenthalt in Italien erhielt. Dort widmete er sich der Komposition erster größerer Werke, darunter Orchester- und Chorstücke sowie Opernfragmente. Nach Bizets Rückkehr nach Paris hatte der Komponist vorerst Schwierigkeiten sich zu etablieren, da viele seiner Opern nur wenig Beachtung fanden. Zu diesen zählten Les Pêcheurs de perles (1863) und La Jolie fille de Perth (1872). Georges Bizet und andere heranwachsende jüngere Komponisten wie Charles Gounod und Camille Saint-Saëns standen zeitlebens im Schatten ihrer erfolgreichen Zeitgenossen Hector Berlioz, Giacomo Meyerbeer und Fromental Halévy. Als Bizets größtes Meisterwerk wird seine Oper Carmen (1875) anerkannt, die im Jahr 1875 an der Opéra-Comique in Paris zur Uraufführung kam. Bizet verstarb nur wenige Monate nach der Premiere an einem Herzinfarkt im Alter von 36 Jahren.