Dornröschen (Nurejew)

Zusammenfassung

Ballett in drei Akten mit Prolog
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Choreographie und Inszenierung
Rudolf Nurejew nach Marius Petipa

Bühnenbild und Kostüme
Nicholas Georgiadis

Licht
Hans-Ake Sjöquist

Einstudierung
Patrice Bart, Patricia Ruanne

Musikalische Leitung: Michail Jurowski
Staatskapelle Berlin

Prinzessin Aurora: Steffi Scherzer
Prinz Desiré: Raimondo Rebeck
Erste Hoftänzerin: Bettina Thile
Fliederfee: Ines Dalchau
Carabosse: Rudolf Nurejew
sowie Solist*innen und Corps de ballet des Balletts der Staatsoper Unter den Linden

Premiere:
29. Februar 1992
Staatsoper Unter den Linden

Das Märchen von der schönen Prinzessin Aurora, die nach dem Fluch der bösen Fee Carabosse in einen tiefen Schlaf fällt, aus dem sie erst nach hundert Jahren der Kuss des Prinzen Desiré wieder erweckt, wurde zu einem Meisterwerk des klassischen Balletts. Als glanzvolles Ergebnis der Zusammenarbeit von Peter I. Tschaikowsky und Marius Petipa hatte Dornröschen im Jahre 1890 am Mariinski-Theater in St. Petersburg Premiere. Das Ballettmärchen gehört seither zu den beliebtesten Werken der Ballettgeschichte.
An der Staatsoper ist dieser Ballettklassiker in der Choreographie von Rudolf Nurejew zu sehen. Der legendäre Tänzer hat dem Ballett der Staatsoper dieses Werk noch persönlich einstudiert und tanzte zur Premiere die Rolle der bösen Fee Carabosse.

Dornröschen enthält einige der schönsten und zugleich schwierigsten Variationen des klassischen Ballettrepertoires, die Partie der Prinzessin Aurora gehört zweifellos zu den technisch anspruchsvollsten Rollen. Das «Rosen-Adagio», das die Prinzessin mit den vier Prinzen tanzt, die um sie werben, und der Grand Pas de deux des Hochzeitsfests geben nicht nur der Ballerina Gelegenheit zur Darstellung virtuosester Tanzkunst, sondern auch die Partie des Prinzen Desiré ist in der Choreographie von Rudolf Nurejew ein Glanzstück im Repertoire männlicher Tänzer. Da das Libretto voller märchenhafter Figuren und Momente steckt, ist reichlich Gelegenheit für zauberhafte Einlagen gegeben. 
Die Komposition von Peter I. Tschaikowsky verbindet die dramatischen Passagen der Handlung, die Sehnsucht des Prinzen und die leichte Heiterkeit der Prinzessin mit phantasievollen Charakterstücken. Das Ballettmärchen erstrahlt in der höfischen Pracht des 17. und 18. Jahrhunderts, die Nicholas Georgiadis ausgestattet hat.