Michael Banzhaf

Steckbrief

Michael Banzhaf wurde in Friedrichshafen am Bodensee geboren und erhielt seine Ballettausbildung an der Heinz-Bosl-Stiftung/Hochschule für Musik in München unter Prof. Konstanze Vernon.

1998 wurde er an das Ballett der Deutschen Staatsoper engagiert, wo er früh in seiner Karriere Titelpartien wie der Prinz in Patrice Barts Der Nussknacker oder den Feuervogel in Uwe Scholz´ gleichnamigen Ballett tanzte. Nach Gründung des Staatsballetts Berlin wurde Michael Banzhaf im Jahr 2005 vom damaligen Intendanten Vladimir Malakhov zum Solotänzer ernannt.

Michael Banzhaf blieb dem Ensemble 19 Jahre lang treu und verkörperte zahlreiche Hauptrollen wie die Titelpartien in Boris Eifmans Tschaikowsky oder Mauro Bigonzettis Caravaggio. Mit seiner Darstellung des Lenskis in Crankos Onegin, des Prinzen in Angelin Preljocajs Schneewittchen oder der Carabosse in Dornröschen (in der Version von Vladimir Malakhov und Nacho Duato) konnte Michael Banzhaf große Erfolge feiern. Maurice Bejart besetzte ihn in der Rolle des Siegfried in der umjubelten Wiederaufnahme seines Meisterwerks Ring um den Ring mit dem Staatsballett Berlin im Jahr 2004.

Michael Banzhaf hat mit vielen herausragenden Choreograph*innen zusammengearbeitet, darunter William Forsythe, Nacho Duato, Jiri Kylian, Itzik Gallili, Christian Spuck, Peter Schaufuss und Patrice Bart.

Für seine darstellerischen Leistungen gewann er 2007 den Daphne-Preis der Berliner Theatergemeinde und wurde 2017 vom Berliner Senat zum Berliner Kammertänzer ernannt.

Nach seinem Abschied von der Bühne arbeitete Michael Banzhaf unter der Intendanz von Stefanie Carp in der Spielzeit 2018 als Künstlerischer Produktionsleiter und Mitarbeiter des Produktionsbüros an der Ruhrtriennale und produzierte u.a. Theater – und Tanzproduktionen von Mariano Pensotti und Serge Aimé Coulibaly und die zeitgenössische Konzertreihe MaschinnHausMusik im Maschinenhaus der Zeche Carl in Essen.

Von Herbst 2018 bis Sommer 2022 war Michael Banzhaf der persönliche Assistent des Intendanten Barrie Kosky an der Komischen Oper Berlin.

Nach seiner Rückkehr zum Staatsballett Berlin im Herbst 2022 war er erst als Referent des designierten Intendanten Christian Spuck tätig und leitet seit Beginn der Spielzeit 23/24 den künstlerischen Betrieb.