Ilya Demutsky

Ilya Demutsky ist ein vielfach preisgekrönter Komponist, Performer und Dirigent, dessen Werk von Orchester-, Chor-, Kammer-, Klavier-, Vokal- und elektronischer Musik bis hin zu Filmmusik reicht. Er machte seinen Master in Chorleitung an dem Staatlichen Konservatorium Sankt Petersburg sowie einen Master in Musikkomposition beim San Francisco Conservatory of Music, wo er als Fulbright-Stipendiat bei David Conte studierte.
Demutskys Partitur für das abendfüllende Ballett A Hero of Our Time (Choreographie: Yuri Possokhov, Regie: Kirill Serebrennikov) am Bolschoi-Theater brachte ihm den «Golden Mask Award» für die beste Komposition in der Kategorie Musiktheater ein, die höchste Theaterauszeichnung Russlands. Die Produktion wurde zum «Besten Ballett» der Spielzeit 2015/2016 gekürt. 2017 eröffnete das San Francisco Ballet seine Saison mit der Uraufführung seines Balletts Optimistic Tragedy, gefolgt von der Premiere von Nureyev am Bolschoi-Theater. Nureyev erhielt 2018 vier «Prix Benois de la Danse», darunter auch einen Preis für die beste Komposition.
2019 beauftragten das Joffrey Ballet und The Australian Ballet Demutsky damit, eine abendfüllende Partitur für Anna Karenina zu komponieren, basierend auf dem Roman von Lew Tolstoi. Dies war der erste Auftrag dieser Art in der Geschichte des Joffrey Balletts. Die Produktion wurde international in den Vereinigten Staaten und in Australien gezeigt. Er ist außerdem der Komponist des abendfüllenden Balletts Gabrielle Chanel, das in Zusammenarbeit mit dem Modehaus Chanel entstand.
Das Ballett The Seagull, wurde 2021 vom Bolschoi-Theater in Auftrag gegeben und erhielt ebenfalls den «Golden Mask Award» als auch mit dem «BraVo Award» für das beste Ballett ausgezeichnet. Zu seinen kommenden Projekten für 2026 gehören Eugen Onegin für das San Francisco Ballet und das Joffrey Ballet sowie SALLE DE DANSE für das Royal Ballet in London, choreographiert von Paul Lightfoot und Sol León.
Demutsky wurde 2016 von der Europäischen Filmakademie für seine Filmmusik zu The Student (Regie: Kirill Serebrennikov) zum «Europäischen Komponisten des Jahres» ernannt. Zu seinen Filmprojekten zählt zudem The Disappearance of Josef Mengele, ausgewählt für die Filmfestspiele in Cannes 2025.