Fayçal Karoui

Karoui wurde 1971 in Paris geboren und studierte Klavier und Dirigieren am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris, wo er den ersten Preis im Fach Orchesterleitung gewann und zur Meisterklasse zugelassen wurde. Später wurde er Assistent von Michel Plasson beim Orchestre National du Capitole de Toulouse, eine Zusammenarbeit, die es ihm ermöglichte, ein breit gefächertes symphonisches und opernhaftes Repertoire zu entwickeln.
Als einer der gefragtesten Ballettdirigenten arbeitet Fayçal Karoui regelmäßig mit internationalen Ensembles wie dem Ballett der Opéra de Paris, dem Wiener Staatsballett, dem Royal Ballet, dem Niederländischen Nationalballett, dem Hong Kong Ballet und dem Théâtre du Capitole de Toulouse zusammen, um nur einige zu nennen. Von 2006 bis 2012 war er Musikdirektor des New York City Ballet. Fayçal eröffnet die Saison 2025/26 mit der Leitung von Schwanensee an der Semperoper Dresden, wo er später für Dornröschen zurückkehrt. Im Herbst kehrt er für Romeo und Julia und zu Weihnachten für Der Nussknacker zum Hong Kong Ballet zurück. In dieser Saison kehrt er auch an die Opera di Roma und die Opéra de Paris zurück.
Karoui ist seit 2002 Chefdirigent des Orchestre de Pau Pays de Béarn und engagiert sich intensiv für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Er arbeitet regelmäßig mit führenden internationalen Solisten wie Alexandre Kantorow, Sir Stephen Hough, Alexandre Tharaud, Bertrand Chamayou, Nemanja Radulović, Daishin Kashimoto und Gautier Capuçon zusammen. Von 2012 bis 2014 trat er die Nachfolge von Yutaka Sado als Musikdirektor des legendären Orchestre Lamoureux an und leitete insbesondere im Juni 2013 eine hochgelobte Inszenierung von Faurés Pénélope mit Roberto Alagna und Anna-Caterina Antonacci als Solisten.
Karoui trat mit bedeutenden Symphonieorchestern auf, darunter das Orchestre de Paris, das Orchestre de l’Opéra National de Paris, das Orchestre National de France, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, die Monte-Carlo Philharmonic, das Orchestra Giuseppe Verdi (Mailand), das Kammerorchester von Lausanne, das Orchestre Philharmonique de Liège, die Hong Kong Sinfonietta, das New Japan Philharmonic und das Brussels Philharmonic.
Im März 2013 wurde er von der französischen Regierung zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.