Forum

Zusammenfassung

Tanz im Kontext: Gesprächsreihe zu Kunst und Gesellschaft
Der Körper erzählt: Literatur im Tanz
Tanz im Kontext: Gesprächsreihe zu Kunst und Gesellschaft

In dieser Saison widmet sich das Staatsballett Berlin gleich drei literarischen Vorlagen: Bovary nach Gustave Flaubert, Der Nussknacker nach E.T.A. Hoffmann und Der Liebhaber nach Marguerite Duras. Drei sehr unterschiedliche Geschichten, literarische Welten und ebenso choreographische Antworten auf die Frage, wie Literatur auf der Bühne lebendig werden kann. Was bleibt von einer Figur, wenn ihre Gedanken nicht mehr erzählt, sondern durch einen Körper sichtbar werden? Wie lässt sich ein literarischer Stil choreographisch erfassen? 

Schon in der Romantik ist das Erzählen eng mit Fantasie, Kindheit und dem Fremden verbunden, ein Erbe, das bis in Hoffmanns Märchenwelten reicht. Zugleich haben Schreibende und Choreographierende seit Jahrhunderten versucht, Bewegung in Sprache zu fassen und Sprache in Bewegung zu verwandeln. Wo treffen sich diese beiden Traditionen? Was bleibt von einer Figur, wenn ihre Gedanken nicht mehr erzählt, sondern durch einen Körper sichtbar werden? Wie lässt sich ein literarischer Stil, Hoffmanns Phantastik etwa oder die Verdichtung und Körperlichkeit bei Duras, choreographisch erfassen?

Das Forum richtet den Blick auf das Verhältnis von Literatur und Tanz und fragt, wie literarische Texte auf der Bühne gelesen, interpretiert und körperlich weitergeschrieben werden können. Dabei geht es auch um die Geschichte und Theorie der literarischen Adaption: Was bedeutet es überhaupt, einen Text in ein anderes künstlerisches Medium zu übertragen? Und kann der Körper vielleicht Dinge erzählen, die im Text nur zwischen den Zeilen zu finden sind?

Gäste: Prof. Dr. Stefan Willer (Neuere deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Rita Rieger (Romanistin, Literatur- und Kulturwissenschaft; Universität Salzburg), Michelle Willems (Solotänzerin, Staatsballett Berlin)

Das Forum des Staatsballetts Berlin lädt zu Gesprächen über Tanz, Kunst und Gesellschaft ein. Gemeinsam mit Gästen aus Kunst, Wissenschaft und dem Ensemble wird der Tanz in einen größeren gesellschaftlichen und künstlerischen Kontext gestellt. Dabei geht es um Fragen, Ideen und Perspektiven, die über die unmittelbare Welt des Tanzes hinausweisen und Verbindungen zu anderen künstlerischen Bereichen, gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuellen Themen schaffen. Das Forum bietet damit Raum für Begegnung, Gespräch und Inspiration für alle, die Tanz aus unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken und mit anderen darüber ins Gespräch kommen möchten.

In deutscher Sprache. Englische Passagen werden auf Deutsch zusammengefasst.

Termine

2026
2026
2027
2027
 
Info

Deutsche Oper Berlin
19.00 Uhr
7,00
Deutsche Oper Berlin
19.00 Uhr
7,00

In dieser Saison widmet sich das Staatsballett Berlin gleich drei literarischen Vorlagen: Bovary nach Gustave Flaubert, Der Nussknacker nach E.T.A. Hoffmann und Der Liebhaber nach Marguerite Duras. Drei sehr unterschiedliche Geschichten, literarische Welten und ebenso choreographische Antworten auf die Frage, wie Literatur auf der Bühne lebendig werden kann. Was bleibt von einer Figur, wenn ihre Gedanken nicht mehr erzählt, sondern durch einen Körper sichtbar werden? Wie lässt sich ein literarischer Stil choreographisch erfassen? 

Schon in der Romantik ist das Erzählen eng mit Fantasie, Kindheit und dem Fremden verbunden, ein Erbe, das bis in Hoffmanns Märchenwelten reicht. Zugleich haben Schreibende und Choreographierende seit Jahrhunderten versucht, Bewegung in Sprache zu fassen und Sprache in Bewegung zu verwandeln. Wo treffen sich diese beiden Traditionen? Was bleibt von einer Figur, wenn ihre Gedanken nicht mehr erzählt, sondern durch einen Körper sichtbar werden? Wie lässt sich ein literarischer Stil, Hoffmanns Phantastik etwa oder die Verdichtung und Körperlichkeit bei Duras, choreographisch erfassen?

Das Forum richtet den Blick auf das Verhältnis von Literatur und Tanz und fragt, wie literarische Texte auf der Bühne gelesen, interpretiert und körperlich weitergeschrieben werden können. Dabei geht es auch um die Geschichte und Theorie der literarischen Adaption: Was bedeutet es überhaupt, einen Text in ein anderes künstlerisches Medium zu übertragen? Und kann der Körper vielleicht Dinge erzählen, die im Text nur zwischen den Zeilen zu finden sind?

Gäste: Prof. Dr. Stefan Willer (Neuere deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin), Dr. Rita Rieger (Romanistin, Literatur- und Kulturwissenschaft; Universität Salzburg), Michelle Willems (Solotänzerin, Staatsballett Berlin)