Symphony in C (1994)

Summary

Ballett von George Balanchine
Musik von Georges Bizet

«Die Musik kommt immer zuerst...», so lautete das künstlerische Credo George Balanchines, der gerne auch als der Mozart der Choreographen bezeichnet wird. Mit seinem Namen sind 75 Jahre Ballettgeschichte verknüpft, Ballettgeschichte, die sich in verschiedenen Ländern ereignet hat und die sicher zur ereignisreichsten unseres Jahrhunderts zählt. Der hochmusikalische Künstler vereinigte die klassische Tradition des Balletts, wie sie von Marius Petipa am Mariinsky-Theater geprägt wurde, mit dem abstrakten Ballett, das, abgeleitet aus dem Formenkanon des klassischen Tanzes und der Musik, doch befreit von Dekoration, allein purer Tanz geworden war, zu einem «American Way of Ballet». Parallelen zu Petipa lassen sich übrigens auch in der kongenialen Zusammenarbeit des Choreographen mit dem Komponisten ziehen. […]

Symphonie in C choreographierte Georges Balanchine während seiner Tätigkeit an der Pariser Oper. Am 28. Juli 1947 wurde das Werk unter dem Titel Palais de Cristal uraufgeführt. Dem Ballett liegt keine Handlung zugrunde außer der Musik, Georges Bizets Jugendsymphonie Nr. 1. Jedem der vier sinfonischen Sätze, in denen Bizet verschiedene Themen entwickelt, entsprechen Balanchines choreographische Sätze. Jeder Satz verfügt über seine eigene und charakteristische Ballerina, seinen Ballerino und sein Corps de ballet. In einem furiosen «Tutti» kombiniert Balanchine die einzelnen Gruppen zum Finale.
 

Musikalische Leitung: Wolfgang Rennert
Einstudierung: Brigitte Thom
Solist*innen und Corps de ballet des Balletts der Staatsoper Unter den Linden
Staatskapelle Berlin

Premiere
13. November 1994
Staatsoper Unter den Linden

Symphonie in C wurde aufgeführt im Rahmen eines Ballettabends, der außerdem Balanchines Le fils prodigue und Violin Concerto umfasste. Seine Erstaufführung an der Deutschen Staatsoper Berlin (im Osten der Stadt) erlebte Sinfonie in C am 28. März 1976.