Ballett in vier Sätzen
Musik von Georges Bizet
Choreographie von George Balanchine
Die C-Dur-Sinfonie, ein viersätziges sinfonisches Jugendwerk von Georges Bizet, wurde von George Balanchine 1947 für die Pariser Oper – damals noch unter dem Titel Le Palais de Cristal – choreographiert. In der ein Jahr später erarbeiteten Einstudierung für die New Yorker Ballet Society verzichtete Balanchine bereits auf die äußere Illustration durch Bühnendekorationen. Balanchine Choreographie ist durch Bizets jugendfrische, in besonderem Maße tänzerische Musik inspiriert und vermeidet bewusst eine handlungsmäßige Ausdeutung. In jedem der vier Sätze dominiert ein Solistenpaar in Korrespondenz mit einem eigenen Ensemble, bis sich schließlich im letzten Satz alle Tänzer zu einem großen Finale vereinigen.
Balanchines Sinfonie in C gilt in der gesamten Ballettfachwelt als anspruchsvolles Meisterwerk in der choreographischen Umsetzung konzertanter Musik und wurde schon von vieloen großen Theatern ins Repertoire übernommen. Als «getanzte Musikinterpretation höchster Qualität» wurde Balanchines Werk oftmals bezeichnet, und die sich darin voll entfaltende Schönheit tänzerischer Bewegung ist es, die ästhetischen Genuss erzeugt und aus welcher die künstlerische Gültigkeit des Werkes entspringt.
SINFONIE IN C
Ballett in vier Sätzen
Musik von Georges Bizet
Choreographie von George Balanchine
Musikalische Leitung: Werner Stolze
Bühnenbild: Wilfried Werz
Kostüme: Christine Stromberg
Einstudierung: Brigitte Thom
Solist*innen und Corps de ballet des Balletts der Deutschen Staatsoper Berlin
Staatskapelle Berlin
Premiere
28. März 1976
Deutsche Staatsoper Berlin (Ost-Berlin)
Sinfonie in C wurde aufgeführt im Rahmen eines Ballettabends, der außerdem Joan von Zarissa (Musik: Werner Egk, Choreographie: Dimitrije Parlič) umfasste. Es erlebte seine Wiederaufnahme als große Neueinstudierung am 13. November 1994.