Shut Up And Dance! Updated

Mit SHUT UP AND DANCE! UPDATED zeigt sich das Staatsballett Berlin wieder von einer ganz anderen Seite und stellt unter Beweis, welche choreographischen Talente im Ensemble schlummern. Nachdem bereits in der Spielzeit 2004/2005 einige Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles im Magazin der Staatsoper mit eigenen Choreographien Furore machten, konnte für das diesjährige Projekt ein ungleich ausgefallenerer Ort gefunden werden – das spektakuläre Berghain in Friedrichshain. Der angesagteste Klub der Stadt wird zur Bühne für ein Tanzprojekt der besonderen Art.

Ganz im Sinne einer Koproduktion wurde dieses Projekt von den Gastgebern im Berghain, seinen Musikproduzenten und den Choreographen gemeinsam entwickelt. In fünf Choreographien von Martin Buczkó, Kathlyn Pope, Nadja Saidakova, Ronald Savkovic und Xenia Wiest tanzen Mitglieder des Ensembles zu eigens für diesen Anlass geschaffener Musik. Die international bekannten und regelmäßig im Berghain auflegenden DJs nsi. (=Tobias Freund und Max Loderbauer), Sleeparchive, Âme, Luciano und The 7th Plain (=Luke Slater) haben jeweils ein faszinierendes Stück elektronischer Musik geschaffen. Davon ausgehend wurden die Choreographien erarbeitet.

Alle beteiligten Künstler, auch die Musikproduzenten, betonen, dass sie bei diesem grenzüberschreitenden Projekt nicht nur viel Spaß hatten, sondern mit den ungewohnten Erfahrungen neues Terrain erobern konnten. Martin Buczkó beschreibt seinen Impuls: »Die kreative Welle ist Berlin, meine Choreographie vereint sich mit einem Berliner Ort und mit einem Berliner Modedesign.« Für Nadja Saidakova liegt der größte Reiz im Kontrast: »Der klassische Tanz, in meiner Choreographie als Spitzentanz für eine moderne Frau, trifft auf das Berghain und seine Musik.« Xenia Wiest beschreibt das Berghain als »Spielplatz für kreative Leute« und Ronald Savkovic »die atemberaubende und kräftezehrende Energie der Architektur«. Auch Kathlyn Pope, die den hitverdächtigsten Track zur Verfügung hat, benutzt die Vorgaben des Ortes, eine Treppe, eine Bar, um ein kleines Drama um zwei Diven, Barmänner und Rausschmeißer zu choreographieren. In Bezug auf die Wirkung des Aufführungsortes sind sich alle Choreographen einig: »Es ist ganz was anderes, als auf der großen Opernbühne zu tanzen, und es ist einmalig, mit den bekanntesten DJs des Berghains zusammenzuarbeiten. Es liegt eine große Herausforderung in der Tatsache, dass die Musik vorgegeben war, die, das merkt man schnell, sehr anspruchsvoll ist.«

Das Staatsballett Berlin in Koproduktion mit dem Berghain

Uraufführung: 27. Juni 2007
Berghain, Am Wriezener Bshnhof, Berlin

Musik vom Tonträger