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13.2.2017

Bühnenabschied von Michael Banzhaf

Berlin, 13. Februar 2017 --- Der Solotänzer Michael Banzhaf nimmt nach 19 Jahren Tänzerlaufbahn am 01. März 2017 seinen Bühnenabschied in „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“. Als eines der prägenden Gesichter des Ensembles interpretierte er große Rollen wie die des Siegfried in Maurice Béjarts „Ring um den Ring“ oder des Dichters Lenski in John Crankos „Onegin“. Sein Wirken inspirierte Tänzer und Choreographen zugleich.

Nach 19-jähriger Tänzerlaufbahn nimmt der Staatsballett-Solist Michael Banzhaf am 01. März 2017 mit der männlichen Hauptpartie in Nacho Duatos „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“ seinen Bühnenabschied. Seine Karriere begann 1998, als er direkt nach seiner Ausbildung an der Bosl-Stiftung München in das Corps de ballet der Staatsoper Unter den Linden engagiert wurde. 2001 stieg er dort zum Demi-Solotänzer auf, 2005 zum Solotänzer beim neu formierten Staatsballett Berlin.

Regelmäßig wurden ihm schauspielerisch dominierte Partien wie Madge in „La Sylphide“, Carabosse in „Dornröschen“ oder Frollo in „La Esmeralda“ anvertraut. „Mich haben die Rollen immer reifen lassen. Aber ich habe immer gesagt: Es müssen Rollen sein“, so Banzhaf selbst. Prägend war die Figur des Siegfried in Maurice Béjarts „Ring um den Ring“, das Béjart selbst in Berlin  erarbeitete und ein Schlüsselwerk sowohl für den Choreographen als auch für die Compagnie  darstellte. Neun Jahre lang tanzte Banzhaf diese Rolle als einziger Tänzer des Staatsballetts. Häufig waren es auch Künstlerpersönlichkeiten, die Michael Banzhaf tänzerisch ausdeutete: so gab er der Figur des Tschaikowsky in dem gleichnamigen Ballett von Boris Eifman oder der Rolle des Dichters Lenski in John Crankos „Onegin“ eine schauspielerische Tiefe.

Namhafte Choreographen arbeiteten intensiv mit ihm an seinen Parts in ihren Balletten, etwa Angelin Preljocaj für den Prinzen in „Schneewittchen“ und Patrice Bart für den Benno in „Schwanensee“. Zeitgenössi-sche Choreographen wie Mauro Bigonzetti, Itzik Galili, Giorgio Madia und Christian Spuck erarbeiteten Kreationen mit ihm. Zu seinen Partnerinnen zählten so herausragende Ballerinen wie Polina Semionova, Nadja Saidakova oder Shoko Nakamura. Und auch vom Publikum wurde er geschätzt: 2006 wurde ihm von der TheaterGemeinde Berlin e.V.  die „Daphne“ verliehen, der Berliner Publikumspreis für herausragende Protagonisten der jungen Darstellergeneration.

Über seinen Abschied sagt M. Banzhaf selbst: „Es fühlt sich für mich richtig an, jetzt aufzuhören.“ Aber: „Erst wenn ich den Garderobenschlüssel abgegeben habe, werde ich den Kopf frei haben für anderes und spüren: Die zwanzig Jahre sind vorbei.“ Kurz vor seinem Bühnenabschied ist M. Banzhaf am 28. Februar 2017 um 19.00 Uhr zu Gast bei der Ballett-Universität und spricht mit Dr. Christiane Theobald, Stellver-tretende Intendantin, über Gestaltung und Identifikation mit männlichen Rollen im Ballett.

Pressemitteilung vom 13.02.2017

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