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12.3.2015

Premiere für Nacho Duatos Bach-Hommage

Berlin, 12. März 2015 --- In wenigen Tagen hebt sich der Vorhang für die zweite Premiere von Nacho Duato als Intendant des Staatsballetts Berlin: Am Samstag, den 14. März 2015, präsentiert das Staatsballett erstmals Duatos moderne Erfolgschoreographie „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“ in der Komischen Oper Berlin. Hinter dem Titel verbirgt sich eine Hommage an den Komponisten Johann Sebastian Bach. Es tanzen die Solisten und das Corp de ballet des Staatsballetts Berlin gemeinsam mit Polina Semionova, die in der Premiere sowie in drei weiteren Vorstellungen als Gastsolistin auftritt. Bis in den Juni 2015 hinein stehen insgesamt 11 Vorstellungen auf dem Programm.

Der Titel „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“ verweist auf die zwei Hälften des Abends. Der rasante erste Teil, „Vielfältigkeit“, wird von einem choreographischen Variationsreichtum beherrscht, wie er sich aus den zugrunde liegenden, ganz unterschiedlichen musikalischen Auszügen Bach’scher Musik ergibt, darunter die bekannten Goldberg-Variationen, Ausschnitte aus den Brandenburgischen Konzerten sowie Sätze aus seinen Sonaten und Orgelkonzerten.  Der zweite Teil, „Formen von Stille und Leere“, beruht hingegen in erster Linie auf Bachs „Kunst der Fuge“. Dieser mystisch und spirituell anmutende Part reflektiert die Stimmung des Todes, wie sie für Nacho Duato untrennbar mit Bachs Musik verbunden ist, und steht in seiner kontemplativen Ernsthaftigkeit in starkem Kontrast zum temporeichen ersten Teil.
Zwar sieht die Choreographie keine eindeutige Handlung oder Rollenzuteilung vor, dennoch lassen sich auf der Bühne konkrete Figuren erkennen. Da wäre zuallererst Johann Sebastian Bach selbst (Premieren-Besetzung: Michael Banzhaf), der im stilechten Barockkostüm sein Orchester dirigiert und den ganzen Abend über präsent bleibt. Seine Instrumente sind die Tänzer, die seinem Dirigat folgen. In diesen Szenen verwandeln sich Noten in Tanz und Tänzer werden zur Partitur. Später trifft Bach auf eine Muse (Giuliana Bottino), mit der er ein inniges Pas de deux tanzt, bis ihm schließlich der Tod (Polina Semionova) gegenübersteht und ihn aus der irdischen Welt entführt.
Nacho Duato braucht die Inspiration aus der Musik mit ihren Stimmungen und subjektiven Botschaften. Für ihn ergibt sich seine Choreographie stets aus der Partitur – nicht nur bei „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“, sondern bei allen seiner Arbeiten. Hierein begründet sich auch die besondere Musikalität, mit der sich Nacho Duato einen Namen gemacht hat. Unterstrichen wird dieser besondere Zugang durch das abstrakte Bühnenbild von Jaffar Chalabi, das dem barocken Prinzip der Faltung und Entfaltung folgt. Zu sehen ist ein dreistöckiges Metallgerüst mit verschiebbaren Planen, die in verschiedene Positionen gefahren werden können.
Am Ende des Abends steht ein äußerst sinnlicher Zugang zu der Musik Bachs, die dem Publikum über die Körper und die Bewegung der Tänzerinnen und Tänzer auf einzigartige Art und Weise zugänglich gemacht wird. Das Publikum wird aufgefordert, mit den Augen zu hören und mit den Ohren zu sehen.


PREMIERE
VIELFÄLTIGKEIT. FORMEN VON STILLE UND LEERE
Musik von Johann Sebastian Bach
Choreographie von Nacho Duato
Bühne von Jaffar Chalabi
Kostüme von Nacho Duato (in Zusammenarbeit mit Ismael Aznar)
Licht von Brad Fields

Premiere
14. März 2015
Komische Oper Berlin

Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Polina Semionova als Gast

Musik vom Tonträger

Weitere Aufführungen
18. und 26. März 2015
02., 18. und 29. April 2015
05. Mai 2015
01., 03., 22. und 29. Juni 2015
Komische Oper Berlin

Spieldauer: 110 Minuten inkl. 1 Pause

Ticketservice
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