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STAATSBALLETT BERLIN

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07.7.2016

Bilanz Saison 2015/2016

Berlin, 07. Juli 2016 --- Das Staatsballett Berlin beendet die Saison 2015/2016 mit einer Auslastung von 77 Prozent. Der Zuspruch zum klassischen wie auch modernen und zeitgenössischen Repertoire ist weiterhin ungebrochen hoch. Einer aktuellen Besucherbefragung zufolge sind über 90% der Besucherinnen und Besucher mit den Choreographien und der tänzerischen Leistungen der Compagnie zufrieden. Zudem gelingt es dem Staatsballett, ein junges und migrantisches Publikum zu gewinnen, was durch große Erfolge in den Social Media unterstrichen wird. Die Bilanz der Saison 2015/2016 wird abgerundet durch das neue Ehrenamtsprogramm der „BallettBotschafter“ und das Engagement der Compagnie für Geflüchtete.

Das Staatsballett Berlin beendet die Saison 2015/2016 am 09. Juli 2016 mit einer Vorstellung von „Dornröschen“. In der zweiten Spielzeit von Intendant Nacho Duato liegt die Gesamtauslastung dann bei 77 Prozent.* Mit durchschnittlichen Auslastungen zwischen 90 bis 100 Prozent waren die Klassiker „Schwanensee“, „Der Nussknacker“, „Giselle“, „Romeo und Julia“ sowie „Ghosts“, das Gastspiel des Norwegischen Nationalballetts Oslo, besonders beliebt. Unter den drei Premieren der Spielzeit – „Duato | Kylián | Naharin“, „Herrumbre“ und „Jewels“ – war „Jewels“ die erfolgreichste mit einer Durchschnittsauslastung von 88 Prozent. Insgesamt kamen knapp 110.000 Zuschauer zu den Vorstellungen des Staatsballetts auf den Bühnen der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper im Schiller Theater und der Komischen Oper Berlin. „Ich freue mich über den weiterhin sehr großen Zuspruch für das Staatsballett. Traditionell haben es die modernen Werke etwas schwerer, doch in dieser Spielzeit haben über 45.000 Besucher und damit über 40 Prozent unseres Publikums die modernen und zeitgenössischen Produktionen besucht. Das zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind zu einem balancierten Programm“, resümiert Intendant Nacho Duato.

GROSSE ZUFRIEDENHEIT

Der Geschäftsführende Direktor des Staatsballetts Berlin, Georg Vierthaler, sagt zur Spielzeitbilanz: „Die Spielzeit 2015/2016 war eine starke Spielzeit. Erfahrungsgemäß geht in der zweiten Saison einer Intendanz nach der ersten Neugier der Zuschauerzuspruch etwas zurück. Sowohl unsere Auslastung als auch unsere Einnahmen liegen jedoch im Ergebnis sogar etwas höher als geplant. Dazu gratuliere ich allen Beteiligten“. Die fortlaufende Besucherbefragung im Rahmen des Berliner Kulturmonitorings** zeigt, dass auch das Publikum des Staatsballetts mit der Leistung der Compagnie äußerst zufrieden ist. Mit Blick auf die Choreographie gaben 90% der Besucherinnen und Besucher an, dass sie entweder „vollkommen zufrieden“ (56%) oder „eher zufrieden“ (34%) sind. Mit der tänzerischen Leistung sind 32% der Gäste „eher zufrieden“ und 65% sogar „vollkommen zufrieden“.

JUNGES PUBLIKUM

Nach zwei Spielzeiten lässt sich außerdem feststellen, dass die Publikumsstruktur des Staatsballetts insgesamt auf gesunden Füßen steht. So ist das größte Alterssegment im Publikum jenes der Besucher zwischen 20 und 29 Jahren, die 22% der Gäste ausmachen. „Als Staatsballett Berlin gelingt es uns hervorragend, ausreichend Publikumsnachwuchs im wichtigen Segment der Studierenden und jungen Berufstätigen zu gewinnen“, so Vierthaler. Dieses Publikumssegment ist verstärkt bei den Vorstellungen von modernen und zeitgenössischen Produktionen anzutreffen, aber auch bei bekannten Werken wie „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“.

Die übrige Alterszusammensetzung des Publikums verläuft linear (30-39 Jahre: 16%, 40-49 Jahre: 15%, 50-59 Jahre: 16%, 60-69 Jahre: 15%, 70 Jahre und älter: 11%), das Durchschnittsalter liegt bei knapp unter 46 Jahren. „Den typischen Familien-Knick im Publikumssegment zwischen 30 und 50 Jahren gibt es bei uns nicht“, sagt Vierthaler. Ein deutlicher Anteil des Publikums besitzt zudem einen Migrationshintergrund (17%). Es sind vor allem die modernen Abenden wie „Herrumbre“ und „Duato | Kylián“, an denen diese Zielgruppe besonders stark vertreten ist. Um junge Menschen verstärkt anzusprechen, hat das Staatsballett im Frühjahr 2016 das Ehrenamtsprogramm der „BallettBotschafter“ – kurz „BaBos“ – für ballettbegeisterte Menschen zwischen 17 und 27 Jahren gestartet. Sechs Ballettbotschafterinnen haben ihre Tätigkeit bereits aufgenommen.

SOCIAL MEDIA ERFOLGE

Um ein junges Publikum anzusprechen, setzt das Staatsballett Berlin verstärkt auch auf die Sozialen Medien – und das mit großem Erfolg: Auf Facebook verfügt das Staatsballett aktuell über mehr als 25.000 Follower. Der zu Jahresbeginn neu eingeführte Instagram-Auftritt des Staatsballetts konnte innerhalb von nur sechs Monaten fast 16.000 Abonnenten finden und damit in kürzester Zeit die Auftritte der Berliner Opern um das bis zu Zehnfache übertreffen. Videoformate wie die in dieser Spielzeit neu eingeführten Einführungsvideos und die bereits etablierten Making-Of-Videos unterstützen die Digital-Strategie des Staatsballetts.

ENGAGEMENT FÜR GEFLÜCHTETE

In der Spielzeit 2015/2016 hat sich das Staatsballett Berlin großzügig für Geflüchtete und ihre Hilfeleistenden engagiert. Knapp über 400 Freikarten wurden in der Spielzeit für verschiedene Vorstellungen des Staatsballetts an Geflüchtete ausgegeben. Darüber hinaus führte das Education-Programm des Staatsballetts, „Tanz ist KLASSE!“, regelmäßig Tanz-Workshops in Unterkünften für Geflüchtete durch. Beide Formen des Engagements sollen auch in der kommenden Spielzeit fortgesetzt werden. „Mir ist diese Arbeit eine Herzensangelegenheit. Der Tanz ist eine universelle Sprache, die alle Menschen miteinander verbindet“, sagt Nacho Duato über das Engagement. Bei den Hilfeleistenden hat sich das Staatsballett Berlin im Rahmen der stadtweiten Aktion „Berlin sagt danke!“ mit 1.000 Freikarten bedankt.

ABGÄNGE UND NEUZUGÄNGE

Das Staatsballett-Ensemble befindet sich weiter im Wandel: Am 24. Februar 2016 feierte die Erste Solistin Beatrice Knop vor ausverkauftem Haus ihren Abschied von 25 Jahren Bühnenkarriere. Zum Ende der Saison verlassen außerdem Caroline Bird, Lisa Breuker, Stephanie Greenwald, Arman Grigoryan, Sven Seidelmann, David Simic, Martin Szymanski, Michael Wagley und Alice Williamson die Compagnie. Ab Ende August werden zehn neue Tänzerinnen und Tänzer das Ensemble ergänzen. Ksenia Ovsyanick vom English National Ballet wird als Erste Solistin bereits in „Der Nussknacker“ von Nacho Duato am 19. und 28. Oktober 2016 in der Rolle der Clara debütieren. Denis Vieira vom Ballett Zürich wird sie als neuer Solist und Nussknacker-Prinz begleiten. Ekaterina Petina vom Bayerischen Staatsballett, Tatyana Ten vom Ballet du Capitole Toulouse und Julia Weiss vom Semperoper Ballett werden als Solistinnen engagiert, Cameron Hunter, Joaquin Crespo Lopes, Katherine Rooke, Alicia Ruben und Dori Shahar werden Teil des Corps de ballet.

AUSBLICK 2016/2017

Die Saison 2016/2017 beginnt mit den Eröffnungsfesten der Deutschen Oper am 03. September 2016, der Komischen Oper am
04. September 2016 sowie der Staatsoper im Schiller Theater am 10. September 2016, jeweils unter Beteiligung des Staatsballetts. Die erste Vorstellung des Staatsballetts Berlin ist am 11. September 2016 Nacho Duatos „Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere“ in der Komischen Oper Berlin. Als Premieren werden im Laufe der Saison „Der Nussknacker“ von Nacho Duato am 07. Oktober 2016, „Maillot | Millepied“ am 22. Januar 2017 sowie „Duato | Shechter“ am 21. April 2017 das Repertoire um Arbeiten international bekannter Choreographen erweitern. Darüber hinaus präsentiert das neue Format „DANCE\\\RUPTION“ am 04. und 05. März 2017 als Tryout Choreographien von Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts Berlin.

Vom 10. Juli bis einschließlich 24. August 2016 befindet sich das Staatsballett Berlin in der Sommerpause.

* Hinweis: Zahlen für die Vorstellungen im Juli 2016 auf Basis des Standes des Vorverkaufstands am 04. Juli 2016 mittags.
**Hinweis: Grundlage der Daten aus dem Berliner Kulturmonitoring: Auswertung am 01. Juli 2016 für die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Daten für den Zeitraum 01. August 2015 bis 30. Juni 2016.

Pressemitteilung vom 07.07.2016

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