Patricia Neary

EINSTUDIERUNG RUBIES

Geboren in Miami begann Patricia Neary ihre Laufbahn als professionelle Tänzerin im Alter von 14 Jahren, als sie als die jüngste und einzige US-amerikanische Tänzerin der Compagnie an das National Ballet of Canada engagiert wurde. Drei Jahre darauf wechselte sie zum New York City Ballet, wo sie zu einer der besten Tänzerinnen George Balanchine erblühte. Ihr Repertoire umfasste zahlreiche Hauptpartien nicht nur in den Werken von George Balanchine, sondern auch von Jerome Robbins, Antony Tudor, John Taras und Merce Cunningham.

Unter der Führung George Balanchines gelangte sie 1968 als Ballerina an das Ballett des Grand Théâtre de Genève, wo sie neben dem Tanzen auch damit begann, George Balanchines Werk in Europa einzustudieren. Während dieser Zeit gastierte Patricia Neary als Solistin beim Stuttgarter Ballett, bei den Ballettensembles der Opernhäuser in Hamburg und Hannover sowie an der Deutschen Oper Berlin.

Von 1970 bis 1973 wirkte Patricia Neary als Assistentin der Direktion des Balletts der Deutschen Oper Berlin. 1973 bis 1978 war sie – in Zusammenarbeit mit George Balanchine als Künstlerischem Berater – Ballettdirektorin des Grand Théâtre de Genève. 1978 wurde sie als Ballettdirektorin des Zürcher Balletts berufen, und 1986 übernahm sie die Direktion des Balletts am Teatro alla Scala in Mailand.

Seit 1988 ist Patricia Neary vom Balanchine Trust damit betraut, Balanchine Werke einzustudieren. Sie hat mehr als dreißig seiner Meisterwerke des Repertoires mit Ballettcompagnien erarbeitet und in ganz Europa, Asien, Russland, Afrika, dem Mittleren Osten, Südamerika und in den USA auf die Bühne gebracht.

Im Laufe ihrer illustren Karriere hat Patricia Neary selbst zahlreiche Ballette geschaffen und für die Oper choreographiert.