Apollon Musagete

Photo: Nina Alovert Photo: Nina Alovert

Beim Studium des Apollon wurde mir zum ersten Mal klar, dass Bewegungen, wie die Töne in der Musik, wie die Farben in der Malerei, bestimmte Verwandtschaften aufweisen. Als Gruppen haben sie ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Je mehr ein Künstler sich dessen bewusst ist, desto eher wird es ihm gelingen, diese Gesetze zu verstehen und auf sie einzugehen. Seither habe ich meine Choreographie innerhalb dieses Rahmens, den diese Verwandtschaften andeuten, entwickelt.

Dem Apollon wird gelegentlich der Vorwurf gemacht, er sei nicht »bühnenwirksam«. Zugegeben, es gibt keine dramatischen Verwicklungen. (Trotzdem wird er insgeheim von dem Faden einer Handlung durchzogen.) Aber seine Technik ist die des klassischen Balletts, und sie findet hier Verwendung, um den Klangablauf unmittelbar in optische Bewegung umzusetzen.

Ballett in zwei Bildern
Musik von Igor Strawinsky

Choreographie: George Balanchine
Einstudierung: Colleen Neary

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Orchester der Deutschen Oper Berlin

Premiere: 28. Mai 2005
Deutsche Oper Berlin

Spieldauer: 30 Min.

APOLLON MUSAGETE wurde aufgeführt als Teil des GEORGE-BALANCHINE-BALLETTABENDS.