Sylvia

Foto: Enrico Nawrath Foto: Enrico Nawrath

Frederick Ashton ist der Vater des unverwechselbaren britischen Ballettstils, der als sehr weich und fließend zu beschreiben ist, und die anmutigsten Facetten des klassischen Bewegungsvokabulars betont. Jeder Schritt, jede Geste, jedes Arrangement charakterisiert die tanzenden Figuren und erzählt von der Situation, in der sie sich befinden, ohne dass deshalb technische Finessen vernachlässigt würden. Dabei kommt ein unnachahmlicher, typisch englischer Humor zum Ausdruck, der mit feiner Ironie den Unernst einer Situation betont.

Das Ballett SYLVIA handelt von der gleichnamigen Nymphe, die Keuschheit gelobt hat, aber vom Gott Eros ausersehen wurde, sich in den Hirten Aminta zu verlieben. Erst nach einigen Verzögerungen gelingt es schließlich, die Geschichte zum Happy End zu führen.

Die weltferne Atmosphäre betonend stellt Ashton den Tanz in den Mittelpunkt und versprüht mit seinem ungeheuren choreographischen Charme eine feine Mischung aus Schönheit und Humor. Sein Ballett SYLVIA in der Rekonstruktion von Christopher Newton hat das Publikum in London (Royal Ballet 2004) und New York (American Ballet Theatre 2005) zu Beifallsstürmen hingerissen.

Ballett in drei Akten
von Jules Barbier und Baron de Reinach
nach Torquato Tassos »Aminta«
Musik von Léo Delibes

Choreographie: Sir Frederick Ashton
Rekonstruktion und Neueinstudierung: Christopher Newton
Assistenz: Anna Trevien
Bühnenbild und Kostüme: Robin und Christopher Ironside (1952), Peter Farmer (ergänzend 2005)
Licht: Mark Jonathan

Musikalische Leitung: Benjamin Pope
Orchester der Deutschen Oper Berlin

Premiere/Deutsche Erstaufführung: 28. April 2007
Deutsche Oper Berlin

Spieldauer: 2 Std. 30 Min | zwei Pausen