Stamping Ground

Foto: Sandra Hastenteufel Foto: Sandra Hastenteufel

Das Stück STAMPING GROUND choreographierte Jiří Kylián nach einer Australienreise. Ihn interessierte die Lebensweise der Aborigines und die außergewöhnliche Bedeutung, die das Tanzen im Leben der australischen Ureinwohner hat. Seine Choreographie spielt nicht folkloristisch mit einzelnen Bewegungselementen, sondern folgt dem Ritus, der dort mit dem Tanzen verbunden ist: Als der persönliche Besitz des Tänzers dürfen Tanzbewegungen nicht kopiert oder von jemand anders getanzt werden. Deshalb wird STAMPING GROUND jedes Mal in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Tänzern entwickelt, deren Aufgabe es ist, das Bewegungsvokabular mit ihrer jeweiligen Persönlichkeit auszufüllen, und ihren Instinkt für Zeit und Raum und für die anderen Tänzer zu wecken. Damit kommt auch die zweite wichtige Note der Choreographie ins Spiel: »Die Tänzer«, sagt Kylián, »sollen mit einem Hauch Selbstironie das Tier in sich entdecken und hervorlocken.«

Musik von Carlos Chávez

Choreographie: Jiří Kylián
Kostüme: Heidi de Raad
Licht: Joop Caboort
Einrichtung: Kees Tjebbes

Berliner Erstaufführung: 8. Dezember 1996
Premiere Staatsballett Berlin:12. Dezember 2004
Deutsche Oper Berlin

Spieldauer: 20 Minuten

STAMPING GROUND erlebte seine Berliner Erstaufführung am 8. Dezember 1996 mit dem Ballett der Deutschen Oper Berlin und wurde 2004 als Teil des JIRI-KYLIAN-BALLETTABENDS wieder in den Spielplan genommen.