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SA 29.08.2020, 19:30 UHR

From Berlin with Love I

Staatsballett Gala

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Gala-Veranstaltungen sind häufig die Sternstunden der Saison. Sie sind bei Publikum und Akteuren gleichermaßen beliebt, bietet doch eine Gala den Tänzerinnen und Tänzern Spielraum für eigene künstlerische Gestaltung, es werden choreographische Meisterwerke, Raritäten des Repertoires oder vollkommen neue Werke präsentiert; so manche Überraschung wartet auf das Publikum. Dass Gala-Abende sich vielfältig und bisweilen auch kurzfristig zusammenstellen lassen, erlaubt es dem Staatsballett Berlin, aus der Not organisatorischer Planungsunsicherheit in Corona-Zeiten eine Tugend zu machen und gleich zwei Programme maßzuschneidern, für die Staatsoper Unter den Linden und die Deutsche Oper Berlin. Zur Eröffnung einer ganz besonderen, neuen Spielzeit kehrt das Staatsballett Berlin mit virtuosen Pas de deux, Solo-Variationen und Ensemblestücken zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten, um endlich auch wieder das Publikum zu begrüßen und die Liebe zur einzigartigen Kunstform Tanz unmittelbar zu teilen ― »FROM BERLIN WITH LOVE«, die hoffnungsvolle Botschaft des Ensembles in den sozialen Netzwerken aus den Zeiten der Isolation wird zum Titel dieses besonderen Gala-Programms.

Zum dritten Gala-Termin dieser Serie, am 29. August 2020, verabschiedet das Staatsballett Berlin den Ersten Solotänzer Mikhail Kaniskin nach 13 Jahren in der Compagnie. Zu diesem Anlass werden einige Weggefährten seiner Karriere in Berlin erwartet. Mikhail Kaniskin selbst tritt in dem Duett KAZIMIR’S COLOURS von Mauro Bigonzetti sowie einem Pas de deux aus ONEGIN von John Cranko mit seiner Ehefrau Elisa Carrillo Cabrera auf. 

Auszug aus dem Programm in alphabetischer Reihenfolge

EXCELSIOR Pas de deux (Deutsche Erstaufführung)
Choreographie: Ugo Dell’Era nach Luigi Manzotti
Musik: Romualdo Marenco

Das Ballett EXCELSIOR wurde 1881 an der Mailänder Scala uraufgeführt und zählt zu den erfolgreichsten Werken der Geschichte dieses Ballettensembles. Es wurde deshalb regelmäßig neu einstudiert und ist vor allem beim heimischen Ballett-Publikum beliebt. Die Ersten Solotänzer der Mailänder Scala, Nicoletta Manni und Timofej Andrijashenko präsentieren einen zentralen Pas de deux. Nicoletta Manni hatte ihre Laufbahn als Tänzerin im Corps de ballet des Staatsballetts Berlin begonnen, als Vladimir Malakhov sie direkt nach der Ausbildung ins Ensemble engagierte.

FINDING LIGHT Pas de deux
Choreographie: Edwaard Liang
Musik: Antonio Vivaldi

Die Ballerina Lucia Lacarra gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Persönlichkeiten der internationalen Ballettwelt. Nach der Ausbildung und den Anfängen bei ihrem Mentor Víctor Ullate in Madrid setzte sie ihre Laufbahn im Ensemble von Roland Petit, dem San Francisco Ballet, beim Bayerischen Staatsballett München oder heute am Theater Dortmund fort. Für ihre künstlerischen Verdienste wurde sie mit zahlreichen bedeutenden Preisen geehrt. Mit ihrem Partner Matthew Golding präsentiert sie eine Choreographie, die von Edwaard Liang für Gala-Auftritte der beiden in aller Welt geschaffen wurde.

HOMMAGE À BOLSHOI Pas de deux
Choreographie: John Cranko
Musik: Alexander Glasunow

John Cranko choreographierte HOMMAGE À BOLSCHOI 1964 und brachte dieses choreographierte Kompliment an die Ballettkunst Russlands mit Marcía Haydée und Richard Cragun zur Uraufführung. Bis heute wird der Pas de deux, vom Stutgarter Ballett ausgehend, in der ganzen Welt aufgeführt, bringt es die choreographische Handschrift Crankos doch in idealer Weise zum Ausdruck. Zur Vorstellung am 29. August 2020 wird es von den Ersten Solisten Jason Reilly und Kyo-Jung Kang (Stuttgarter Ballett) in Berlin präsentiert.

KAZIMIR’S COLOURS Pas de deux
Choreographie: Mauro Bigonzetti
Musik: Dmitri Schostakowitsch

Der in Rom geborene Mauro Bigonzetti ist einer der Protagonisten der italienischen Ballettwelt, die sich in den Achtzigerjahren von der Dominanz der klassisch ausgerichteten Opern-Compagnien befreite. Seine Choreographien für das Aterballetto in Reggio Emilia galten als bahnbrechend und verhalfen ihm auch zu internationalem Erfolg. KAZIMIR’S COLOURS ist 1996 für das Stuttgarter Ballett entstanden. Inspiriert von dem Ideal des Malers Kasimir Malewitsch, das ein künstlerischer Ausdruck universell verständlich sein müsse, sucht Mauro Bigonzetti nach einer expressiven Bewegungssprache, die dieser Geisteshaltung entspricht. Der zentrale Pas de deux des Balletts bringt das Spiel gegensätzlicher Kräfte zum Ausdruck, wie sie auch Schostakowitschs Komposition ihren Niederschlag finden; Übermut und Ironie reiben sich an extremen Stimmungswechseln.

ONEGIN Pas de deux
Choreographie: John Cranko
Musik: Peter I. Tschaikowsky/Kurt-Heinz Stolze

Mit dem Ballett ONEGIN schuf John Cranko 1967 eines der Meisterwerke, die aus dem Repertoire abendfüllender Handlungsballette nicht wegzudenken sind, auch das Staatsballett Berlin hat dieses Schlüsselwerk im Spielplan. Auch der Erste Solotänzer Michail Kaniskin tanzte die Titelrolle, und nimmt nun mit der Interpretation des legendären Pas de deux aus dem dritten Akt seinen Abschied von der Bühne, an seiner Seite Elisa Carrillo Cabrera.

PAGANINI Solo
Choreographie: Marcelo Gomes
Musik: Nicolo Paganini

Das Capriccio für Violine Nr. 24 des Geigenvirtuosen Nicolo Paganini inspiriert Choreographen stets aufs neue. Auch Marcelo Gomes, Solotänzer beim Dresden Semperoper Ballett, hat eine neue Choreographie für sich selbst erschaffen, in der eine Instrumentalsolistin live neben ihm auf der Bühne agiert.

PAS DE QUATRE Divertissement
Choreographie: Anton Dolin nach Jules Perrot
Musik: Cesare Pugni

Das Divertissement PAS DE QUATRE wurde 1845 in London uraufgeführt, als die Euphorie um die Ballerinen des Romantischen Zeitalters ihren Höhepunkt erreicht hatte. Marie Taglioni, die Grande Dame des romantischen Balletts, Fanny Cerrito, der Liebling des Londoner Publikums, Carlotta Grisi, ein vielseitiger Star, und Lucile Grahn, die typische Bournonville-Ballerina, standen zueinander in direkter Konkurrenz, aber jede von ihnen hatte ihre individuellen Eigenheiten in jeweiligem äußeren Erscheinungsbild, Temperament und den technischen Fertigkeiten. Jules Perrot, der berühmte Choreograph, brachte die vier Damen erstmalig in einer Choreographie zusammen auf die Bühne. Er gab Musik bei Cesare Pugni in Auftrag, Es werden vier Variationen und einige gemeinsame Passagen getanzt, schließlich endet das Divertissement mit einem für jede Tänzerin schmeichelhaften Finale. Das Staatsballett Berlin präsentiert PAS DE QUATRE nun in der wichtigen Rekonstruktionsfassung von Anton Dolin.

VARIATIONS FOR FOUR (Deutsche Erstaufführung)
Choreographie: Anton Dolin
Musik: Marguerite Keogh

Der britische Tänzer und Choreograph erschuf mit VARIATIONS FOR FOUR ein Divertissement für vier männliche Solotänzer, das 1957 beim London Festival Ballet uraufgeführt wurde. Jeder der Solisten kann unterschiedliche Qualitäten zum Ausdruck bringen, die individuelle Bühnenerscheinung und Virtuosität stehen dabei im Mittelpunkt.

Einige der Choreographien wurden an die aktuell erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen angepasst.

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Die Kartenbuchung erfolgt aus technischen Gründen im Webshop der Staatsoper Unter den Linden.

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