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04.12.2018

Marian Walter erhält den Ehrentitel »Berliner Kammertänzer«

Berlin, 04. Dezember 2018 --- Marian Walter, Erster Solotänzer des Staatsballetts Berlin, erhält am 15. Dezember 2018 den Ehrentitel »Berliner Kammertänzer«. Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur, wird die Auszeichnung nach der Vorstellung von »La Bayadère« in der Staatsoper Unter den Linden überreichen.

Nach seinem Debüt als Solor, der männlichen Hauptpartie in »La Bayadère« in einer Rekonstruktion von Alexei Ratmansky wird Marian Walter, Erster Solotänzer des Staatsballetts Berlin, am 15. Dezember 2018 mit dem Ehrentitel »Berliner Kammertänzer« geehrt. Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, würdigt damit eine besondere Künstlerpersönlichkeit: »Marian Walter ist ein Kind dieser Stadt, von der Ausbildung bis zur künstlerischen Heimat. Seine Loyalität, Bescheidenheit und Hingabe an die Kunst sind bemerkenswert und zeichnen ihn als einen einzigartigen Künstler aus, so dass es mir eine große Ehre ist, ihm den Titel ›Berliner Kammertänzer‹ verleihen zu dürfen.«

Marian Walter selbst freut sich über die Anerkennung: »Diese Auszeichnung zu erhalten – gerade auch als Berliner - ist eine große Ehre, die ich nie erwartet hätte. Ich bin sehr dankbar für die künstlerische Laufbahn, die ich beim Staatsballett Berlin bisher erleben durfte, mit solchen Highlights wie den Premieren von ›Romeo und Julia‹ 2012 an der Seite meiner Frau Iana Salenko, oder als Basil in ›Don Quixote‹ von Víctor Ullate 2018 und freue mich auf viele weitere Rollen und Herausforderungen.«

Der Ausnahmekünstler beeindruckt tänzerisch auf international höchstem Niveau, mit einer herausragenden Technik, die von einer großen Spielfreude ergänzt wird. Leidenschaftlich seiner Kunst, dem Bühnentanz, verbunden, sucht er bei der Arbeit im Ballettsaal den sensiblen Austausch mit seinen Tanzpartnerinnen und –partnern, seinen Pädagogen, Choreographen und Mentoren. Als klassischer Tänzer tritt er vor allem in Prinzenrollen in Erscheinung, ob Albrecht in »Giselle«, Siegfried in »Schwanensee«, der »Nussknacker«-Prinz oder Prinz Désiré in »Dornröschen«. Choreograph Maurice Béjart wählte ihn als Idealbesetzung für die Rolle des jungen Siegfried in »Ring um den Ring«, die er über Jahre ohne Zweitbesetzung tanzte. Auch Heinz Spoerli besetzte ihn wegen seiner Persönlichkeit für die Titelrolle seines »Peer Gynt« und zuletzt erkannte Víctor Ullate sein besonderes Talent für die Rolle des Basil in »Don Quixote«. Während der Intendanz von Nacho Duato konnte sich Marian Walter vollends entfalten, herausgefordert von Duatos choreographischer Handschrift wurden ihm die größte Weichheit und Plastizität abverlangt. Dadurch erweiterte er sein Repertoire und stach auch in neoklassischen Produktionen wie »Castrati« von Nacho Duato oder »Altro Canto« von Jean-Christophe Maillot hervor.

Marian Walter wuchs in Berlin auf und erhielt seine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Nachdem er zwei Jahre beim Bayerischen Staatsballett München engagiert war, kam er 2002 an das Ballett der Staatsoper Unter den Linden. Zur Gründung des Staatsballetts Berlin 2004 wurde er Demi-Solotänzer und schon ein Jahr später Solotänzer. Seit 2010 tanzt er als Erster Solotänzer Hauptpartien in einem breiten Repertoire. 2007 wurde er mit dem Deutschen Tanzpreis »Zukunft« geehrt, 2010 und 2016 war er für den Benois de la danse nominiert.

Marian Walter in »La Bayadère«, Foto: Yan Revazov

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