Ballet for Future? Podcast

 

Begleitend zu der Veranstaltungsreihe BALLET FOR FUTURE? WIR MÜSSEN REDEN! veröffentlicht das Staatsballett Berlin einen fünfteiligen Podcast. Wie bei den Gesprächen am Runden Tisch werden auch hier unterschiedliche Themen rund um die Institution Ballett, ihre Werte und Strukturen kontrovers diskutiert.

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#01 Ballett-Repertoire gestern, heute, morgen
Die erste Folge stellt das Ballett-Repertoire auf den Prüfstand. Was darf, was kann, was sollte eine Ballett-Compagnie heutzutage aufführen? Sind die Werke des klassischen Ballett-Repertoires noch zeitgemäß? Was genau sind die kritischen Inhalte und wie kann man damit umgehen? Die sogenannten drei C’s: ›Cancel Culture‹, ›Censorship‹ und ›Contextualization‹ stehen zur Debatte.

Geleitet von der Tanzjournalistin Claudia Henne diskutieren Black Pearl de Almeida Lima (freiberufliche Tänzerin), Ingrid Lorentzen (Künstlerische Leiterin des Norwegischen Nationalballetts Oslo), Federico Spallitta (Solotänzer Staatsballett Berlin), Dr. Christiane Theobald (kommissarische Intendantin des Staatsballetts Berlin), der Tanzkritiker Arnd Wesemann (tanz) und die Tanzwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Gabriele Brandstetter (FU Berlin) und Dr. Mariama Diagne (Leitung Gesellschaft für Tanzforschung, gtf)

 

#02 Macht und Diskriminierung im Kulturbetrieb
Wie steht es um die Machtverhältnisse im Theater, aber auch in anderen Kultureinrichtungen? Sind die Arbeitsbedingungen besonders prekär und warum ist das so? Wie gehen Machtinhaber:innen konkret mit ihrer Position um? Prof. Dr. Thomas Schmidt, Autor des Buches "Macht und Struktur im Theater. Asymmetrien der Macht" (Springer VS 2019), spricht von einem „strukturellen Machtmissbrauch im deutschsprachigen Theater“. Und auch die Vorkommnisse der jüngeren Vergangenheit in deutschen Kultureinrichtungen verweisen auf ein Problem, das über einzelne Institutionen hinausreicht.

Auf Einladung von Dr. Christiane Theobald diskutieren Dr. Mariama Diagne (Leitung Gesellschaft für Tanzforschung (gtf)), Dr. Dorion Weickmann (Süddeutsche Zeitung, tanz), Friedrich Pohl (dancersconnect, GDBA), Alan Barnes (Ballettmeister, Choreograph, Tänzer), Maren Lansink (Themis Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V.), Prof. Dr. Thomas Schmidt (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, HfMDK) und Annemie Vanackere (HAU Hebbel am Ufer, Intendantin und Geschäftsführerin), moderiert von Claudia Henne (Tanzjournalistin).

 

#03 Ausbildung und Mentoring. Der Weg auf die Bühne

Hochleistungssport oder Erziehung zur künstlerischen Ausdrucksfähigkeit? Im Spannungsfeld von Disziplin und großen Zielen, von Partnerschaft und Pädagogik sieht sich die traditionelle Ausbildung für den Tänzer:innen-Beruf infrage gestellt. Skandale um Demütigungen und Drill an renommierten Ausbildungsinstituten dominierten die Schlagzeilen der letzten Jahre im In- und Ausland. Wo verläuft der schmale Grat zwischen Förderung und Forderung, der letztendlich zu einer „Auslese der Besten“ führt? Wie fühlen sich Student:innen in der Ausbildung? Welche Unterstützung brauchen sie, um für die besonderen Anforderungen dieses speziellen Berufs bereit zu sein?

Es diskutieren Jason Beechey (Rektor Palucca Hochschule für Tanz Dresden), Anneli Chasemore (Enhance Mentorship Programme Staatsballett Berlin), Dr. Mariama Diagne (Leitung Gesellschaft für Tanzforschung (gtf)), Lorenzzo Fernandes (Fellow des Mentorship Programms Staatsballett Berlin) und Dr. Dorion Weickmann (Süddeutsche Zeitung, tanz), moderiert von Loretta Stern (Moderatorin, Schauspielerin, Sängerin).

 

#04: Besucher:innen und Nicht-Besucher:innen. Eine Kunstwelt für Spezialist:innen?

Trotz des politischen Anspruchs einer »Kultur für alle« besucht nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Deutschland regelmäßig öffentlich geförderte Kultureinrichtungen. Mit vielfältigen Programmen versuchen Theater, Museen und Bibliotheken, dies zu ändern und streben nach einem sozial diverseren Publikum. Aber wer fühlt sich davon angesprochen? Und wie können die oft bildungsbürgerlich dominierten Kultureinrichtungen ihren Klassismus abbauen?Es diskutieren Verena Brakonier (Tänzerin, Choreographin, Gründerin der „Anonymen Arbeiter:innenkinder“), Sonja Krumrick (Grundschullehrerin in Lichtenberg), Dr. Thomas Renz (Institut für Kulturelle Teilhabeforschung), Irene Knava (Autorin von „Audiencing“), moderiert von Claudia Henne.

 

Weitere Themen und Termine von Veranstaltungsreihe und Podcast sind
(Veröffentlichung des Podcast jeweils ca. vier Wochen nach Veranstaltung):

31. Mai 2022
Best Performance? Bis an die Grenzen der Belastbarkeit