Herrumbre

Foto: Fernando Marcos Foto: Fernando Marcos

»Cuando el alma se convierte en herrumbre« (»Wenn die Seele sich in Rost verwandelt«) könnte der Untertitel zur Choreographie HERRUMBRE lauten.

Gewalt ist ein Thema so alt wie die Menschheit selbst. Terror, Unterdrückung und die Abgründe menschlicher Qualen könnten dunkler nicht sein und sind doch Teil des alltäglichen Lebens, wenn sie in der Bilderflut der Nachrichtenwelt zu Banalitäten werden. Unter dem Eindruck der Fotos, die von gefolterten Häftlingen des Guantanamo-Gefangenenlagers um die Welt gingen, entschloss Nacho Duato sich 2004, die fatalen Abgründe menschlichen Schmerzes zum Thema einer Choreographie zu machen. Mit seiner Inszenierung formuliert er einen Aufruf zur Wahrung der menschlichen Würde, der mit verstörenden Bildern tiefster Demütigung den Blick ins Dunkel lenkt.

Das szenische Wechselspiel von fahlem Licht und beängstigendem Schatten eröffnet ein Bühnenbild des Architekten Jaffar Chalabi. Der Musiker und Komponist Pedro Alcalde, langjähriger Wegbegleiter Nacho Duatos, hat gemeinsam mit Sergio Caballero, einem Komponisten elektronischer Musik, die klangliche Grundlage geschaffen. Ergänzt um David Darlings »Dark Wood« entsteht eine bedrückende Atmosphäre.

Choreographie von Nacho Duato
Musik von Pedro Alcalde, Sergio Caballero und David Darling

Choreographie: Nacho Duato
Musik: Pedro Alcalde, Sergio Caballero und David Darling (»Dark Wood«)
Bühnenbild: Jaffar Chalabi
Kostüme: Nacho Duato
Licht: Brad Fields

Premiere: 14. Februar 2016
Staatsoper im Schiller Theater

Spieldauer 1 Std. 5 Min. | keine Pause
Musik vom Tonträger