Gäste Polina Semionova

PRINCIPAL GUEST: 

Geboren in Moskau erhielt Polina Semionova ihre Ballettausbildung an der Bolschoi Ballettschule und wurde direkt nach ihrem Abschluss im Alter von 17 Jahren als Erste Solotänzerin an das Bal­lett der Staatsoper Unter den Linden verpflichtet. Seit September 2012 ist sie Principal Dancer beim American Ballet Theatre, Principal Guest beim Mikhailovsky Theater St. Petersburg und beim Bayerischen Staatsballett München.

 Polina Semionova tanzt nahezu alle großen Partien des klassischen Balletts: Odette-Odile („Schwa­nensee“), Nikia („La Bayadère“), Marie („Der Nussknacker“), Prinzessin Aurora („Dornröschen“), Swanilda („Coppélia“), Kitri („Don Quixote“), Giselle und Myrtha („Giselle“), Tatjana (John Crankos „Onegin“), Sieglinde und Brünnhilde (Maurice Béjarts „Ring um den Ring“), „Manon“ (Titelrolle), Julia (in Kenneth MacMillans, Leonid Lawrowskis sowie Nacho Duatos Versionen von „Romeo und Julia“), Michail Fokins „Scheherazade“ und „Les Sylphides“, die Titelrollen in Vladimir Malakhovs „Cinderella“, in Roland Petits „Carmen“ oder Frederick Ashtons „Sylvia“.

 Zu ihrem neoklassischen Repertoire zählen Jerome Robbins‘ „Afternoon of a Faun“, George Ba­lanchines „Ballet Imperial“, „Apollon musagète” (Terpsichore), „A Midsummer Night’s Dream”, „Tschaikowsky-Pas-de-deux”, „Diamonds”, „Theme and Variations”und „Symphony in C”. Des weiteren interpretierte sie William Forsythes „The Vertiginous Thrill of Exactitude” und „Herman Schmerman”, John Neumeiers „Nussknacker” und „Ein Sommernachtstraum“ sowie Jiří Kyliáns “Rückkehr in ein fremdes Land” und Antony Tudors „The Leaves are fading“. Choreographen wie Nacho Duato, Mauro Bigonzetti, Patrice Bart, Renato Zanella, Uwe Scholz, Alexei Ratmansky, Giorgio Madia, Twyla Tharp und Christian Spuck arbeiteten mit ihr und kreierten Rollen für sie.

Einladungen führten Polina Semionova an die Mailänder Scala, zum American Ballet Theatre, zum Bayerischen Staatsballett, ans Mikhailovsky Theater St. Petersburg, zum Dresden Semperoper Ballett, zum English National Ballet, Tokyo Ballet, Ballett der Wiener Staatsoper, Zürich Ballett, Ballett des Mariinsky Theaters St. Petersburg, Bolschoi Ballett Moskau, Stuttgarter Ballett und zum Ballett der Opera di Roma.

Die Würdigung ihrer Arbeit findet Ausdruck in zahlreichen Auszeichnungen: Verliehen wurden ihr 2001 die Goldmedaille beim Internationalen Ballettwettbewerb in Moskau, 2002 der Erste Preis des Waganowa-Ballettwettbewerbs St. Petersburg sowie der Juniorpreis des Internationalen Ballettwettbewerbs Nagoya Japan. 2004 wurde sie mit dem Berliner Publikumspreis „Daphne“ geehrt, 2005 mit dem Deutschen Kritikerpreis und dem Deutschen Tanzpreis Zukunft. 2007 wurde sie vom deutschen Ballettmagazin „tanz“ zur „Tänzerin des Jahres“ gekürt und erhielt 2008 den „Heinz Spoerli Preis“. 2014 wurde ihr der derzeit wohl wichtigste Preis der Ballettwelt, der „Benois de la danse“, verliehen. Im April 2017 wurde sieschließlich vom Berliner Senat als „Berliner Kammertänzerin“ ausgezeichnet.

Parallel zu ihrer Bühnenkarriere ist Polina Semionova an der Staatlichen Ballettschule Berlin tätig, wo sie 2013 zur jüngsten Honorarprofessorin berufen wurde.