Mats Ek

Mats Ek gehört zu den führenden Choreographen-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Mit seiner radikalen Neuinterpretation des Ballettklassikers »Giselle« für das Cullberg Ballet erregte er 1982 weitreichende internationale Aufmerksamkeit, da zuvor niemand den ursprünglichen choreographischen Text und die Form des Librettos zu ändern gewagt hatte. Kritiker und Publikum erkannten in dieser Fassung den Beginn einer neuen Epoche des Bühnentanzes.

»Meine Choreographien sind mit einem Subtext unterlegt: wenn man sie tanzt, muss man mit der Bewegung bestimmte Bilder und Gefühle verbinden. Ohne diese sehen die Bewegungen einfach nur merkwürdig und fremd aus. Der Fokus muss immer klar sein: bei einem Solo liegt er im Inneren der Person, bei mehreren Tänzern im Bezug auf das Gegenüber«, so beschreibt er selbst die Haltung, die zur Interpretation seiner Choreographien erforderlich ist.