David Finn

LICHTDESIGN

David Finn wurde in Saint Paul, Minnesota, in den Vereinigten Staaten geboren. Bereits mit sechs Jahren begann David Finn als Lichtdesigner im Theater seines Vaters in Michigan mitzuwirken. Ab 1984 assistierte er Jennifer Tipton bei Arbeiten von Jerome Robbins und Robert Wilson in New York. Er arbeitete für Twyla Tharp und Dana Reitz und war von 1993 bis 2000 Haus-Designer für Mikhail Baryshnikovs „White Oak Dance Project“. Außerdem entwickelte er Lichtkonzepte für Paul Taylor, José Limon, Merce Cunningham, Hanya Holm, Joachim Schlömer, Tamasaburo Bando und Karole Armitage. Nachdem David Finn 1991 The Nutcracker für Sir Peter Wright beim Birmingham Royal Ballet ausgeleuchtet hatte, folgten zahlreiche Ballett-Produktionen für Choreographen wie James Kudelka, Helgi Tomasson, Yuri Possokhov, Ashley Page und Liam Scarlett sowie für diverse internationale Ballett-Compagnien.

Mit dem Lichtkonzept für Willy Deckers Otello (1997) am Théâtre de la Monnaie in Brüssel wurde er auf Anhieb zu einem der gefragtesten Lichtdesigner der internationalen Opernwelt, Aufträge führten ihn seither nach Florenz, Wien, Stuttgart, Amsterdam, Mailand, London, Paris, Berlin, New York, Los Angeles, San Francisco, Sydney, oder zu den Salzburger Festspielen, Wiener Festwochen und zum Steirischen Herbst, um die wichtigsten zu nennen.

Unverwechselbar dürfte David Finns Gabe sein, interdisziplinär zu arbeiten und mühelos Genre-Grenzen zu überschreiten. Er arbeitete nicht nur mit Architekten und Filmemachern an Projekten wie Herzog & de Meurons Kramlich Residence in Kalifornien, für Martin Scorseses Spielfilm The Age of Innocence. Auch entwarf er das Lichtdesign für die Cirque-de-Soleil-Produktionen ZED in Tokyo und Michael Jackson ONE in Las Vegas, er arbeitete am Burgtheater genauso wie für Robert Redfords Sundance Theatre Institute, wo er vier Musicalproduktionen ausleuchtete.

2007 arbeitete er erstmals mit Sasha Waltz zusammen an Roméo et Juliette, es folgten das choreographische Konzert gefaltet, Tannhäuser an der Staatsoper Unter den Linden, rauschen und schließlich SYM-PHONIE 2020.