Bernd Skodzig

Kostüme

Bernd Skodzig arbeitet seit 1998 als freischaffender Kostümbildner für Tanz, Ballett, Oper, für Schauspielproduktionen und Performances an internationalen Opern- und Schauspielhäusern. Nach seinem Studium bei Jürgen Rose an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und seiner anschließenden Assistenzzeit lebte Bernd Skodzig in London, wo er als freier Mitarbeiter in der Textiliensammlung des Victoria and Albert Museum tätig war. Der Schwerpunkt seiner Arbeit im Archiv des Museums lag auf der Erfassung und dem Studium historischer Textilien und Bekleidungen der Sammlung aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, die später für Publikationen des Museums verwendet wurden.

Seit 1998 arbeitet Bernd Skodzig mit der Choreographin Sasha Waltz zusammen. Er entwarf die Kostüme für eine Vielzahl ihrer Choreographien, Opern-Inszenierungen und für die Inaugurations-Veranstaltungen von Museen und Architekturen, darunter die Eröffnung des Jüdischen Museums in Berlin, des Neuen Museums in Berlin und des Museo MAXXI der Architektin Zaha Hadid in Rom. Auch erarbeitete er die Kostüme für die Jubiläumsinszenierung von »Le Sacre du printemps«, die Sasha Waltz anlässlich der 100. Wiederkehr der Uraufführung für das Mariinsky-Theater in St. Petersburg und das Théâtre des Champs-Elysées in Paris entwickelte. Darüber hinaus arbeitete Bernd Skodzig mit den Regisseuren Thomas Ostermeier, Peter Mussbach, Oliver Reese, Ulrich Rasche, Falk Richter und Burkhardt Kosminski. Für den Choreographen Xin Peng Wang entwarf er die Kostüme für die Handlungsballette »Faust I« und »Faust II« sowie für »Inferno«, »Purgatorio« und »Paradiso«, in Anlehnung an Dantes »Göttliche Komödie«. Für Oper und Ballett ergaben sich gemeinsame Projekte in Zusammenarbeit mit den Künstlern Olafur Eliasson und Li Hui.

Aufträge führten Bernd Skodzig an die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper Berlin, die Berliner Schaubühne, das Deutsche Theater Berlin, die Volksbühne Berlin, die Pariser Oper, die Bayreuther Festspiele, die Mailänder Scala, das Opernhaus Dortmund, und an die Schauspielhäuser Frankfurt, Düsseldorf, Zürich und Stuttgart. Im Jahr 2008 wurde Bernd Skodzig von Florence von Gerkan zum Gastprofessor für Kostümbild an die Universität der Künste in Berlin berufen. Einige der gemeinsamen Projekte mit Sasha Waltz wurden vom Fernsehsender Arte filmisch festgehalten: »Körper«, »No Body«, »Le Sacre du printemps« und »Der Tannhäuser«.

Bernd Skodzigs künstlerische Handschrift umfasst eine große Bandbreite. Historische Kostüme, die auf genauen Forschungen beruhen, zählen gleichermaßen dazu wie alle erdenklichen freien Formen und Stilrichtungen, wie sie den jeweiligen Anliegen der Regisseure und Choreographen entsprechen. Mit »SYM-PHONIE 2020« arbeitet Bernd Skodzig erstmals für das Staatsballett Berlin und greift in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz auf 20 Jahre Erfahrung in einer fruchtbaren, künstlerischen Partnerschaft zurück.