Der Feuervogel

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Igor Strawinsky begann seinen künstlerischen Weg mit Kompositionen für den Tanz und blieb dem Ballett zeitlebens verbunden. In seinen Werken pulsieren Vitalität und motorische Kraft. Sie füllen nicht nur mühelos Konzertsäle, sondern fordern auch Choreographen immer wieder dazu heraus, sich aufs Neue mit ihnen zu beschäftigen. Nicht selten wirkten diese Ergebnisse polarisierend auf ihre Zeitgenossen – ebenso wie der streitbare Komponist selbst, der mehr als nur einen Theaterskandal auslöste, aber gleichzeitig behauptete: »Man hat mich gegen meinen Willen zum Revolutionär gemacht.«

Ihm widmet das Staatsballett Berlin seine erste Premiere und verbindet Angelin Preljocajs LE SACRE DU PRINTEMPS mit der FEUERVOGEL-Choreographie von Uwe Scholz. Strawinsky komponierte beide Stücke für die Ballets Russes; DER FEUEVOGEL entstand 1910 und machte den jungen Komponisten über Nacht berühmt, LE SACRE DU PRINTEMPS wurde 1913 uraufgeführt und provozierte einen der größten Skandale in der europäischen Theatergeschichte.

Der bekennende Strawinsky-Verehrer Uwe Scholz, der als deutscher Choreograph auf das internationale Ballett-Repertoire ausstrahlt, hat sich mit dem FEUERVOGEL bereits mehrfach beschäftigt. Dem Staatsballett Berlin hat er seine Stuttgarter Fassung von 1998 überlassen, in der schon zur Premiere Vladimir Malakhov die Titelrolle tanzte. Das Ballett der Deutschen Oper Berlin hatte im Mai 2004 eine andere Fassung dieses Balletts von Uwe Scholz zur Premiere gebracht.

Musik von Igor Strawinsky

Choreographie und Inszenierung: Uwe Scholz
Einstudierung: Tatjana Thierbach
Raum und Kostüm: rosalie
Licht: Michael Röger

Premiere: 29. September 2004
Staatsoper Unter den Linden

Spieldauer: ca. 45 Min.

Uwe Scholz‘ DER FEUERVOGEL wurde in dieser Fassung als Teil des Ballettabends FEUERVOGEL | SACRE + VOYAGE aufgeführt.