Afternoon of a Faun

Foto: Enrico Nawrath Foto: Enrico Nawrath

Die Szene zeigt ein leeres Ballettstudio. Die vierte Wand – der Ausschnitt der Bühne, der sich zum Publikum öffnet – wird von einem imaginären Spiegel gebildet, der in keinem Ballettsaal fehlen darf, damit die Tänzer sich bei ihrer Arbeit selbst betrachten können. Nymphe und Faun, wie sie in der originalen Libretto-Vorlage angelegt sind, sind in dieser Choreographie zwei Tänzer, die sich zufällig begegnen, und würden sie nicht vollkommen in der Betrachtung ihrer eigenen Spiegelbilder aufgehen, sondern sich der Realität ihres engen körperlichen Kontakts hingeben, während sie miteinander tanzen, dann hätte sich eine innige Beziehung entspinnen können. Robbins bringt mit dieser sinnlichen Choreographie etwas Fundamentales über den Narzissmus von Tänzern zum Ausdruck.

Choreographie von Jerome Robbins
Musik von Claude Debussy

Choreographie: Jerome Robbins
Einstudierung: Bart Cook
Bühnenbild: Jean Rosenthal
Kostüme: Irene Sharaff
Licht: Jennifer Tipton – Wiederherstellung. Les Dickert

Musikalische Leitung: Paul Connelly
Staatskapelle Berlin

Premiere: 4. November 2006
Staatsoper Unter den Linden

Berliner Erstaufführung: 2. Oktober 1959, Ballets: USA, Titania-Palast Berlin

Spieldauer: 10 Min.

AFTERNOON OF A FAUN wurde aufgeführt als ein Teil des JEROME-ROBBINBS-BALLETTABENDS.