Thierry Leproust
BÜHNE

ist in Frankreich geboren und studierte Innenarchitektur, Design und Bildhauerei. Er lebt und arbeitet in Paris. Zunächst hatte er sich in den Siebzigerjahren mit zahlreichen Ausstellungen seiner Skulpturen einen Namen gemacht, die Aufnahme in einige öffentliche und private Sammlungen in Frankreich und auch auch international gefunden haben. Ab 1983 widmete er sich aber zunehmend der Arbeit am Theater – er entwickelte Bühnenbilder für Oper, Schauspiel und Tanz – und für den Film.
Mit Angelin Preljocaj hat Thierry Leproust bereits mehrfach zusammengearbeitet: Es entstanden AMER AMERICA (1990), LA PEAU DU MONDE (1992), LE PARC (1994), L’ANOURE und „L’OISEAU DE FEU (1995), CASANOVA (1998), LE SACRE DU PRINTEMPS (2001) oder LE SONGE DU MEDEE (2004). Darüber hinaus begegnete er auf dem Gebiet des Tanzes Nadine Hernu, Blanca Li und Patrick Salliot.

Im französischen Schauspieltheater hat er mehrfach für so namhafte Regisseure wie Roger Planchon oder Jacques Rosner die Bühnenkonzepte entwickelt. Die gemeinsamen Produktionen gelangten an den wichtigsten Pariser Bühnen zur Premiere, aber auch in Moskau oder Berlin. Für das Schauspiel arbeitete er auch mit Garance, Marie Hermès und Simone Amouyal zusammen.

Projekte für Opernhäuser entwickelte er vor allem Bühnenbilder für die Inszenierungen von Christian Gangneron: für das Opernhaus Lissabon DON GIOVANNI, COSI FAN TUTTE, Monteverdis ORFEO und CARMEN, für das Teatro La Fenice in Venedig Donizettis PIA DA TOLOMEI, für das Opernhaus in Reims RIDERS TO THE SEA und zuletzt für die Maison de la musique in Nanterre LES SACRIFIEES. Mit Philippe Godefroid entwickelte er am Opernhaus in Nantes ein Bühnenkonzept für Benjamin Brittens PETER GRIMES, und an der Opéra Comique arbeitete er mit Simone Amouyal.

Auch für den Film hat er er mehrfach das Dekor entworfen: für sieben Produktionen des Regisseurs Michel Deville (darunter LA LECTRICE und LE PALTOQUET), oder für Roger Plancheons DANDIN. Auch für Filmer wie Roger Coggio, Eric Heumann und Marion Hansel hat er Filmausstattungen geschaffen, für letztere Regisseurin bereits viermal, zuletzt 2006 SI LE VENT SOULEVE LES SABLES.