EINSTUDIERUNG
erhielt seine Tanzausbildung an der School of American Ballet und an der Ballet Russe de Monte Carlo School in New York. 1963 wurde er an das New York City Ballet engagiert, wo er in den zwanzig Jahren seiner aktiven Tänzerzeit in mehr als 70 Produktionen mitwirkte. Hauptrollen tanzte er in Jerome Robbins‘ „The Goldberg Variations“, in George Balanchines „Die vier Temperamente“, „Der Feuervogel“ und „Episodes“ oder in Antony Tudors „Dim Lustre“. Bereits während dieser Periode seiner Laufbahn kümmerte er sich auch um das Training und die Auswahl der Kinder, die in den Produktionen des New York City Ballets mitwirkten, ein Kinderbuch, das zum Bestseller wurde, Jill Krementz‘ „A Very Young Dancer“, dokumentiert diese Arbeit.
Nach seinem Abschied von der Bühne 1983 wurde er als Ballettmeister an das American Ballet Theatre verpflichtet. In dieser Tätigkeit wirkte er bis 1996. Während dieser Zeit erarbeitete er mit der weltberühmten Compagnie einen großen Teil des Repertoires dieser Jahre: neben den abendfüllenden Handlungsballetten wie Frederick Ashtons „Les Patineurs“, David Blairs „Swan Lake“, Frederic Franklins „Coppélia“, Romald Hynds „The Merry Widow“ oder Kenneth MacMillans „Romeo & Juliet“, „Manon“ und „The Sleeping Beauty“, betreute er auch ein umfangreiches Balanchine-Repertoire und Werke wie James Kudelkas „Cruel World“, Jiøí Kyliáns „Sinfonietta“, Eugene Lorings „Billy The Kid“, Jerome Robbins‘ „Other Dances“, Antony Tudors „The Leaves Are Fading“ und „Dim Lustre“ oder Lar Lubovichs „A Brahms Symphony“. Auch Clark Tippets „Bruch Violin Concerto No. 1“ und „Some Assembly Required“ fielen in seinen Verantwortungsbereich. Einstudierungsaufträge führten ihn zum Royal Danish Ballet, zum San Francisco Ballet, zum Ballet der Pariser Oper, zum National Ballet of Canada, zum Asami Maki Ballet, zum Star Dancers Ballet Tokio, zum Scottish Ballet, Pennsylvania Ballet, Pittsburgh Ballet Theatre und zum Miami City Ballet.
1996 wurde David Richardson zum stellvertretenden Künstlerischen Leiter des American Ballet Theatre berufen, eine Funktion, in der er bis heute tätig ist. Neben seinen administrativen und organisatorischen Aufgaben etablierte er in Zusammenarbeit mit dem Guggenheim-Museum die Reihe „Works in Progress“, und ist Kopf der Education-Programme „ABT Kids“ und „ABT Young People’s Workshop“. Bis heute steht er auch als Ballettmeister mit den namhaftesten Tänzerpersönlichkeiten im Probensaal. In Berlin arbeitet er für die Einstudierung von Clark Tippets „Bruch Violin Concerto No. 1“ zum ersten Mal, mit Vladimir Malakhov indes nicht: beide sind sich bereits bei der Arbeit in New York begegnet.
Foto: Shonna Valeska
David Richardson


