Angelina Atlagic

BÜHNE UND KOSTÜME

Angelina Atlagic studierte an der Hochschule für Angewandte Künste in Belgrad und erhielt ihren Abschluss an der Abteilung für Bühne und Kostüm 1985.

Seit 1999 wurde sie als Professorin für Bühnenbild an die Hochschule für Darstellende Kunst in Cetinje (Montenegro) berufen. Im gleichen Jahr wurde sie zu Vortragsreihen und Präsentationen ihrer Arbeiten und Konzepte an verschiedene US-amerikanische Universitäten eingeladen (nach Nebraska, Indiana, Oklahoma, Kansas und Texas). Seit 2011 unterrichtet sie Kostümdesign für die Masterstudiengänge der Regieabteilung an der Hochschule für Darstellende Künste in Skopje, Mazedonien.

Von 1984 bis heute entwarf sie die Ausstattungen für mehr als einhundert Inszenierungen in den Bereichen Schauspiel, Ballett, Musiktheater, Kinder- und Puppentheater; als Kostümbildnerin hat sie zudem für drei Spielfilme gearbeitet, die als große Projekte von den Sendern TV Belgrad und TV Skopje im Rahmen ihres Drama- und Kultur-Unterhaltungsprogramm produziert wurden.

In der Tschechoslowakei, Japan, Israel, in den USA und Canada wurde ihre Arbeit in Ausstellungen präsentiert.

Von 2000 bis in die Gegenwart setzte sie zahlreiche Kostüm- und Bühnenbilder um. Aufträge führten sie nach Russland (Bolschoi-Theater, Studio Fomenko Moskau, Mikhailovsky-Theater St. Petersburg), Deutschland (Staatsballett Berlin, Hessisches Staatstheater Wiesbaden), Griechenland (Nationaltheater in Athen und Thessaloniki), Spanien (Teatro Español, Compañía Nacional de Danza, Centro Dramático Nacional, Centro Cultural de la Villa in Madrid), Türkei (Stadttheater Istanbul), Italien (Teatro stabile di inovazione in Udine), Schweden (Festival INTERKULT in Stockholm), Slowenien (Slowenisches Staatsschauspiel in Ljubljana, Staatliche Theater in Maribor, Slowenisches Volkstheater in Celje), Mazedonien (Mazedonisches Staatstheater in Skopje) oder Montenegro (Montenegrinisches Nationaltheater sowie das Festival Budva Theater City). Mit Nacho Duato hat sie inzwischen fünf Projekte gemeinsam erarbeitet, darunter 2014 „Depak Ine“ mit der Martha Graham Company in New York. Für Tomaz Pandurs „Symphony of Sorrowful Songs“ entwarf sie die Kostüme beim Staatsballett Berlin.

 

Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen internationalen wie lokalen Auszeichnungen gewürdigt: 2007/2008 mit dem spanischen MAX Award „Beste Kostüme“ für „Barocco“, 2003 mit dem griechischen Atinorama Magazine Award für „The Fourth Sister“, 2002 mit dem russischen Cajka Award für „Poisened Tunic“.

2012 wurde sie mit dem Preis für ihr Lebenswerk von der Serbischen Assoziation der Künstler und Designer geehrt. 2005 wurde ihr vom Kulturministerium der Republik Serbien und der Gesellschaft für Visuelle und Angewandte Kunst der Serbische Grand Prix für ihre künstlerischen Verdienste um „Krieg und Frieden“ (eine Produktion des Bolschoi-Theaters) und „Inferno“ (eine Produktion in Madrid) verliehen.

Sie ist Trägerin von fünf Styriarte-Theaterfestival-Preisen (1996 für „Konte Zanovic“, 1998 für „Mountain Wreath“, 1999 für „Caroline Neuber“, 2005 für „The Ungathered“ und 2008 für „It Had to Be So“). 2002 wurde sie mit dem renommierten russischen Seagull-Preis geehrt. Die Auszeichnung der Theaterkritiker des Theatermagazins „Scena“ erhielt sie für das beste Kostümdesign in den Spielzeiten 1995, 1996, 1997, 1998 und 1999.