Als John Cranko in jungen Jahren beschloss, aus dem Versroman "Eugen Onegin" ein Ballett zu machen, ahnte er nicht, dass seine getanzte Bühnenversion von 1967 eines der wichtigsten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts werden würde.

Ein glühender, in einer einzigen schlaflosen Nacht verfasster Liebesbrief steht im Mittelpunkt von Alexander Puschkins Versroman „Eugen Onegin“. Tatjana Larina schreibt ihn an Eugen Onegin. Das ernste und wortkarge junge Mädchen liebt es zu lesen – John Crankos Ballett ONEGIN beginnt damit, wie sie auf dem Bauch liegend ihre Nase in ein Buch steckt. Der berühmte Choreograph hat den Stoff als Ballett adaptiert und eines der bewegendsten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts geschaffen. Mit seinem unvergleichlichen Gefühl für unterschwellige Befindlichkeiten, erzählt die Choreographie von den Emotionen der Nichterfüllung einer großen Liebe.