Der Nussknacker
Ballett in zwei Akten an der Staatsoper Unter den Linden
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Enrico Nawrath | Foto: Enrico Nawrath
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Monika Rittershaus | Foto: Monika Rittershaus
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Monika Rittershaus | Foto: Monika Rittershaus
HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass weitere Vorstellungen in der Deutschen Oper Berlin stattfinden.

DER NUSSKNACKER ist ein Ballett, das weihnachtliche
Vorfreude verspricht: Als hätte Peter I. Tschaikowsky das Herabfallen von Schneeflocken oder den Duft weihnachtlicher Gewürze komponiert — ein Geniestreich. Er beklagte noch während der Schaffenszeit die „gänzliche Unmöglichkeit,
die Zuckermandel-Feerie in Töne zu malen“, aber tatsächlich hatte er den Nerv des Publikums getroffen.

Das Staatsballett Berlin tanzt DER NUSSKNACKER in einer Fassung von Patrice Bart. Der französische Choreograph erzählt von der kleinen, etwas traurigen Marie, die am Weihnachtsabend von Drosselmeier, ihrem Patenonkel, einen Nussknacker geschenkt bekommt, der sich in einen leibhaftigen Prinzen verwandelt und sie zu einer Reise in ein phantastisches Traumreich einlädt. Marie trifft dort ihre verloren geglaubte Mutter wieder, und es wird ein rauschendes Fest gefeiert.

Natürlich gibt es auch einen leuchtenden Weihnachtsbaum ...
Handlung
PROLOG
Die Familie der Großherzogin wird von Revolutionären angegriffen. Ihr Mann wird hierbei getötet und ihre kleine Tochter, Marie, entführt. Zurück bleibt nur ihr Spielzeug, ein Nussknacker in den Regimentsfarben ihres Vaters. Zeuge des Geschehens ist Drosselmeier, ein Astronom, dessen Monokel ihm eine vergrößerte, tiefere Sicht auf die Dinge ermöglicht, der alles weiß. Die den Menschen auferlegten Grenzen von Zeit und Raum bilden für ihn kein Hindernis.


ERSTER AKT
VierzehnJahre sind vergangen : Marie ist nun 17 Jahre alt
Ort der Handlung: das Weihnachtszimmer der Familie Stahlbaum
Zusammen mit ihren Stiefgeschwistern Fritz und Luise lebt Marie als Adoptivkind bei den Stahlbaums. Trotz aller Bemühungen der Eltern und Geschwister, sie in das Familienleben mit einzubeziehen, steht sie immer abseits: Marie mag an der sie umgebenden Welt nicht teilnehmen; sie fühlt sich fremd. Zahlreiche Verwandte und Gäste verbringen den Weihnachtsabend bei der Familie des Medizinalrats Dr. Stahlbaum. Auch Drosselmeier ist Gast. Er bringt den Kindern Geschenke: Fritz erhält zwei Bataillone Zinnsoldaten. Eines trägt die Uniform von Maries leiblichem Vater, dem Großherzog. Luise erhält eine Puppe. Drosselmeier überreicht Marie ihren Nussknacker, den sie an ihr Herz presst und von nun an nicht mehr aus der Hand geben will. Unbewusst stellt er für Marie die einzige Verbindung zu ihrem eigentlichen Leben, ihrer eigentlichen Herkunft dar. Am Weihnachtsbaum wollen die Kinder mit Marie ein Spiel mit dem Nussknacker und den Zinnsoldaten beginnen. Marie möchte jedoch nicht teilnehmen und löst einen Streit aus. Sie wirft die Schachtel mit den Zinnsoldaten hin.
Der Weihnachtsabend ist beendet. Marie kehrt allein ins Wohnzimmer zurück, um ihren Nussknacker zu holen, den sie nach dem Streit dort liegengelassen hatte. Drosselmeier erscheint. Er hypnotisiert Marie und versetzt sie in einen tiefen Schlaf. Während dieses Schlafs ist Marie von Albträumen geplagt: Die Zinnsoldaten, die sie zerbrochen hat, werden im Traum lebendig. Die beiden Bataillone greifen sich an. Die Soldaten, die gegen das Regiment in den Farben des Großherzogs kämpfen, nehmen die Gestalt von Maries Entführern an. Marie wirft in großer Angst mit dem Nussknacker nach den Zinnsoldaten. Der Nussknacker zerbricht und verwandelt sich in einen Prinzen. Der Traum endet mit einem Grand Pas de trois des Prinzen, Maries und Drosselmeiers. Marie erwacht in den Armen Drosselmeiers. Drosselmeier hat beschlossen, sie zu ihrer leiblichen Mutter, der Großherzogin, zurückzubringen. Beide reisen in einer Montgolfiere in das Land der Großherzogin. Der Schneeflockenwalzer begleitet den Weg durch den Schnee, das Herrschaftsgebiet der Schneekönigin.


ZWEITER AKT
Das Reich der Großherzogin. Ein Land aus Eis. Palais de cristal.
Die Großherzogin kann auch nach all der Zeit den Verlust ihrer Tochter nicht überwinden. Nach langer Reise haben Drosselmeier und Marie das Land der Großherzogin erreicht. Mutter und Tochter haben sich endlich wieder gefunden. In einem Pas de deux mit Drosselmeier drückt die Großherzogin ihre Dankbarkeit und Freude aus. Glücklich über die Rückkehr ihrer Tochter, richtet sie einen Ball aus, der unter dem Motto der »Blumen« steht.
Botschafter aus verschiedenen Nationen kommen zum Fest; ihre jeweiligen Länder stellen sich mit einem Charaktertanz vor. Der Ehrengast des Balls erscheint in der Uniform des Regiments des Großherzogs und somit auch des Nussknackers. Es ist der Prinz, den die Großherzogin mit ihrer Tochter verheiraten möchte. Zur Feier ihrer Verlobung tanzen Marie und der Prinz einen Grand pas de deux. Aber wird Drosselmeier die Geschichte so enden lassen?

Sonntag, 03.01.2010
19.00 Uhr
20 - 84 €

Termine:
03 | 03 Januar 2010


Choreographie und Inszenierung: Patrice Bart
Musik: Peter I. Tschaikowsky
Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli
Musikalische Leitung: Peter Ernst Lassen
Staatskapelle Berlin
Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Ballettschule Berlin

Marie: Gaela Pujol
Nussknacker-Prinz: Rainer Krenstetter
Großherzogin: Elena Pris
Drosselmeier: Leonard Jakovina

2:20 h | 1 Pause