Schwanensee
Ballett in zwei Akten
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: © Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
Die weißen Schwäne und ihre zerbrechliche Königin Odette, die mit ihrem ätherischen Zauber den unglücklichen Prinzen betört, oder die festlichen Ballszenen, in denen ein ganzer Hofstaat wie im Rausch der verführerischen Odile verfällt, all das gehört zum Mythos SCHWANENSEE.

Mit den Mitteln des klassischen Tanzes erzählt das Ballett die Geschichte von Prinz Siegfried und der verzauberten Prinzessin Odette, die in Schwanengestalt gefangen ist. In der Inszenierung des Staatsballetts Berlin wurden die berühmten Schwanenbilder in ihrer archaischen Wirkung beibehalten, aber die dramaturgische Funktion der Figuren um den Prinzen herum vorsichtig modifiziert. Prinz Siegfrieds Mutter, die ihren Sohn abgöttisch liebt, hat alle Fäden seines Schicksals in der Hand. Psychologisch ausgedeutet wurden auch der eifersüchtige Benno und die Figur des einflussreichen Rotbart in ein neues Licht gesetzt.

Peter I. Tschaikowskys unverwechselbare Komposition trägt wesentlich zu der Atmosphäre bei, die untrennbar mit SCHWANENSEE verbunden ist.


Für das Publikum wird zu jeder Vorstellung in der Saison 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn eine Einführung im Rang Foyer rechts angeboten, die von Studierenden der Tanzwissenschaft der Freien Universität Berlin erarbeitet und moderiert wird.
Handlung
ERSTER AKT
Prinz Siegfried ist unter der sicheren Obhut seiner Mutter, der jungen verwitweten Königin des Landes aufgewachsen. Auf der Palastterrasse feiert man den 21. Geburtstag des Prinzen Siegfried. Er möchte sich mit Erreichen seiner Volljährigkeit aus der Übermacht seiner Mutter befreien. Auch Benno von Sommerstein, bester Freund des Prinzen, erwartet mit Spannung diese Zeit; seine Gefühle für den Prinzen gehen über die vertrauliche Verbundenheit zwischen engen Freunden hinaus. Mitten in der Feier erscheint die Mutter in Begleitung ihres Premierministers von Rotbart. Sie überreicht Prinz Siegfried als Geschenk ein Gewehr und verleiht ihm aus Anlass der Volljährigkeit eine Auszeichnung.Nachdem die Königin das Fest beendet hat, ruft Benno von Sommerstein zur Jagd auf. Prinz Siegfried bleibt in melancholischer Stimmung auf der Terrasse zurück. Das Fest hat ihm erneut vor Augen geführt, dass er fremdbestimmt wird. Der Prinz zieht sich an das Ufer des Sees zurück. Benno von Sommerstein bringt ihm das Gewehr nach. Siegfried möchte jedoch alleine sein und bittet Benno, ohne ihn zu jagen. Siegfried begegnet der Schwanenprinzessin Odette, die ihm von dem bösen Zauber erzählt, der sie in der Schwanengestalt gefangen hält. Der Prinz spürt, dass nur sie diejenige sein kann, die ihn von der engen Beziehung zu seiner Mutter zu befreien vermag. Er schwört ihr ewige Treue, durch die allein Odette von ihrem Zauber befreit werden kann.


ZWEITER AKT
Benno von Sommerstein war heimlicher Zeuge der Begegnung zwischen Prinz Siegfried und der Schwanenprinzessin. In seiner Eifersucht berichtet er der Königin von den Ereignissen am See. Zutiefst beunruhigt, ihren Sohn zu verlieren, sinnt die Mutter auf eine schnelle und wirksame Lösung, um Siegfried von Odette abzubringen. Sie spinnt eine Intrige, weiht den Premierminister in ihre Pläne ein und lädt zu einem Ball. Neben Prinzessinnen aus verschiedenen Ländern, die als Braut für ihren Sohn in Frage kommen, steht auch Odile auf der Gästeliste, die Tochter des Premierministers. Kurz bevor der Ball beginnt, hält die Königin vor dem unvollendeten Porträt ihres Sohnes inne und überlässt sich ihren Gedanken über das, was sie Prinz Siegfried antun wird.
Das höfische Zeremoniell nimmt seinen Lauf, und die Königin eröffnet mit dem Premierminster den Ball mit einem Tanz. Trotz aller Verführungsversuche der eingeladenen Prinzessinen bleibt Siegfried unbeeindruckt, bis die Reihe an Odile kommt. In ihr glaubt er die Schwanenprinzessin Odette zu erkennen. Die Königin und von Rotbart drängen ihn, dem Trugbild ewige Treue zu schwören. Da erscheint die Gestalt des weißen Schwanes, und der Prinz erkennt seinen tragischen Irrtum, dem schwarzen Schwan, Odile, Treue geschworen zu haben. Gedemütigt und öffentlich blamiert, folgt Siegfried seiner wahren Liebe, Odette, zum See.
Am See warten die Schwäne auf die Rückkehr ihrer Gefährtin Odette. Diese berichtet ihnen, was sich zugetragen hat: Der böse Zauber konnte nicht gebrochen werden. Prinz Siegfried erreicht den See und bittet Odette um Vergebung. Am Ufer erscheint der Premierminister von Rotbart. Siegfried erkennt, dass Rotbart den bösen Zauber über Odette am Leben hält. Es kommt zum Kampf, in dem der Prinz den Premierminister tötet. Siegfried wird sich der Ausweglosigkeit seiner Situation bewusst. Als Lösung bleibt ihm nur der Tod im See.
zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Montag, 25.11.2013
19.30 Uhr
21 - 76 €

Termine:
04 | 10 | 18 Oktober 2013
11 | 14 | 19 | 25 November 2013


Choreographie und Inszenierung nach Marius Petipa und Lew Iwanow: Patrice Bart
Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli
Musikalische Leitung: Anton Grishanin
Es tanzen: Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin
Odette / Odile: Iana Salenko
Siegfried: Marian Walter
Königin: Nadja Saidakova
Premierminister von Rotbart: Arshak Ghalumyan
Benno von Sommerstein: Alexej Orlenco

2:50 h | 1 Pause