Onegin
Ballett von John Cranko
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Monika Rittershaus
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SBB | Foto: Monika Rittershaus
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
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SBB | Foto: Enrico Nawrath
Eugen Onegin, ein junger Aristokrat, der völlig mit sich selbst beschäftigt zu sein scheint, ist des Großstadtlebens überdrüssig und zieht mit seinem Freund Lenski aufs Land, um dessen Verlobte Olga zu besuchen. In der heilen Welt der Familie Larina
begegnet er der scheuen Tatjana, die ganz in die Lektüre ihrer Bücher vertieft ist. Das junge Mädchen verliebt sich augenblicklich in ihn und gesteht ihm ihre Gefühle in einem Brief. Aber Onegin weist das Bekenntnis zurück und zerreißt den Brief vor
ihren Augen. Tatjana ist zutiefst bestürzt über die Ablehnung Onegins, und Lenski fordert seinen Freund schließlich zum Duell, als dieser ihn in ausgelassenem Tanz mit seiner Verlobten Olga provoziert. Nach Jahren trifft Onegin in großer Gesellschaft erneut auf die gereifte Tatjana, die inzwischen die Gemahlin des
Fürsten Gremin geworden ist. Das Blatt wendet sich ...

ONEGIN ist eines der bewegendsten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts. Mit seiner einfühlsamen Choreographie greift John Cranko den berühmten Versroman von Alexander Puschkin auf und erzählt mit einem unvergleichlichen Gefühl für unterschwellige Befindlichkeiten die Geschichte seiner Hauptfiguren.


Für das Publikum wird zu jeder Vorstellung in der Saison 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn eine Einführung im Foyer 2. Rang, rechts angeboten, die von Studierenden der Tanzwissenschaft der Freien Universität Berlin erarbeitet und moderiert wird. (Ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen.)
Handlung
ERSTER AKT
1. Szene: Im Garten Madame Larinas
Tatjana und Olga tanzen mit ihren Freundinnen. Ein altes Spiel wird gespielt: Wer in den Spiegel blickt, sieht den Geliebten. Bei der fröhlichen Olga bewahrheitet sich der Aberglaube, sie erblickt ihren Verlobten, den Dichter Lenski. Als ihre Schwester, die scheue Tatjana, in den Spiegel blickt, sieht sie Onegin, der – zu Besuch aus St. Petersburg – von seinem Freund Lenski in das Haus der Witwe Larina gebracht wird. Tatjana verliebt sich augenblicklich in ihn. Doch Onegin, gelangweilter Städter und zukünftiger Erbe eines reichen Landgutes, lässt die Gesellschaft seine Überlegenheit spüren, und auch Tatjana vermag seinen Hochmut nicht zu durchbrechen.

2. Szene: Tatjanas Schlafzimmer
Tatjana schreibt einen Brief an Onegin, in dem sie ihrer schwärmerischen Liebe zu dem fast unbekannten Mann Ausdruck gibt. Über dem Geschriebenen eingeschlafen, blickt sie im Traum in ihren Spiegel: Onegin erscheint und erwidert ihre Liebe.


ZWEITER AKT
1. Szene: Im Haus Madame Larinas
Tatjanas Geburtstag wird gefeiert, und auch Lenski und Onegin nehmen an dem Fest teil. Ungeduldig wartet Tatjana auf ein Zeichen, mit dem Onegin auf ihren Brief antwortet. Durch ihre naive Offenheit gereizt, zerreißt Onegin den Brief vor ihren Augen und flirtet so skandalös mit ihrer Schwester Olga, dass der eifersüchtige, ahnungslose Lenski ihn zum Duell fordert. Auch Fürst Gremin, ein angesehener Freund des Hauses, kann das Drama nicht verhindern.

2. Szene: Ein verlassener Park
Tatjana und Olga beschwören Lenski, auf das Duell zu verzichten. Auch Onegin ist zur Versöhnung bereit, scheint sein Unrecht zu ahnen. Doch der romantische Dichter ist zu tief getroffen. Vor Tatjanas Augen wird Onegin zu seinem Mörder.


DRITTER AKT
1. Szene: Ballsaal des Fürsten Gremin
Zehn Jahre sind vergangen. Tatjana ist die Frau des Fürsten Gremin geworden. Auf einem Ball, den der Fürst gibt, erscheint ein vom Leben enttäuschter Onegin. Als er Tatjana dort so unerwartet wiedersieht, wird ihm klar, dass er in ihr die einzige echte Liebe seines Lebens verschmäht hat. Die Bilder vetauschen sich: Die Fürstin Gremin wendet sich scheinbar überlegen von ihm ab.

2. Szene: Tatjanas Boudoir
Onegin hat sich brieflich bei Tatjana angemeldet; diese will die Begegnung vermeiden, doch ihre Bitte an den sorglosen Gatten, sie an diesem Abend nicht allein zu lassen, bleibt vergeblich. Onegin kommt und offenbart ihr seine Liebe. Im Kampf mit ihren Gefühlen erkennt Tatjana, dass Onegins Einsicht zu spät kommt: vor seinen Augen zerreißt sie seinen Brief.
zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Freitag, 02.11.2012
19.30 Uhr
20 - 66 €

Termine:
21 | 23 September 2012
09 | 12 | 18 | 27 Oktober 2012
02 November 2012


Choreographie und Inszenierung: John Cranko
Bühne und Kostüme: Elisabeth Dalton
Musikalische Leitung: Robert Reimer
Es tanzen: Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Orchester: Staatskapelle Berlin

Tatjana: Nadja Saidakova
Onegin: Mikhail Kaniskin
Olga: Iana Salenko
Lenski: Dinu Tamazlacaru
Fürst Gremin: Martin Szymanski

2:20 h | 2 Pausen