Das Staatsballett Berlin heute
Seit 2004 hat Berlin eine große eigenständige Ballett-Institution: Das Staatsballett Berlin. Die Ballett-Compagnie ging in diesem Jahr aus der Stiftung Oper in Berlin hervor, die vom Land Berlin ins Leben gerufen wurde, um für die drei institutionalisierten Berliner Musiktheater und das Ballett zeitgemäße Strukturen zu schaffen. Die vormaligen Ballett-Compagnien der drei Opernhäuser wurden in eine Institution überführt: das Staatsballett Berlin. Intendant Vladimir Malakhov, eine der renommiertesten und profiliertesten Künstler-Persönlichkeiten der Ballettwelt, ist ein Erbe anvertraut, das seine Wurzeln in einer abwechslungsreichen Ballettgeschichte hat: Die Kunstform Ballett hat in Berlin Tradition, hat Durststrecken überstanden und zahlreiche Sternstunden erlebt – Zeichen ihrer lebendigen Individualität.
Mit Vladimir Malakhov als Ballett-Intendanten sind die Weichen für die Zukunft gestellt: Als Primus inter pares steht er an der Spitze einer klassisch geschulten Compagnie, die sich aus 88 Tänzerinnen und Tänzern, einem Principal Guest, und einem Eleven zusammensetzt; damit ist das Staatsballett Berlin gegenwärtig die größte Compagnie Deutschlands.

Gemäß dem Leitsatz des Staatsballetts Berlin „die Tradition bewahren, die Gegenwart sichtbar machen und die Zukunft fördern“ ist es Vladimir Malakhovs Ziel, ein unverwechselbares Ensemble zu formen, die tänzerische Qualität zu sichern, und ein auf die Compagnie zugeschnittenes Repertoire aufzubauen. Das Staatsballett Berlin formuliert den Anspruch, nicht nur seinen Standort Berlin zur Hauptstadt des Tanzes zu machen, sondern auch von Berlin aus in die internationale Tanzwelt auszustrahlen und das Staatsballett Berlin international in dem Kreis der bedeutendsten Compagnien der Welt zu etablieren.

Das Staatsballett Berlin präsentiert seine Vorstellungen auf den Bühnen der Stiftung Oper in Berlin, an der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Unter den Linden. Für die Zeit der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden seit der Spielzeit 2010|2011 ist das Schiller Theater eine weitere Spielstätte für das Staatsballett Berlin.

Der größte Akzent der Spielplangestaltung für das Staatsballett Berlin liegt auf dem klassischen Repertoire, das durch Werke der klassischen Moderne ergänzt wird. Um den individuellen Stil des Ensembles zu entfalten und persönlich mit der Compagnie zu arbeiten, werden zeitgenössische Choreographen eingeladen. Eine experimentelle Plattform finden choreographisch ambitionierte Mitglieder des Ensembles im Projekt „Shut up and dance!“, das in regelmäßigen Abständen neu erarbeitet wird.

Im zweijährigen Rhythmus veranstaltet das Staatsballett Berlin die Ballettwoche INTERNATIONAL DANCE SUMMIT BERLIN. Auf diesem Tanzgipfel begegnet das Staatsballett Berlin einer Gastcompagnie und macht den intensiven Austausch mit dem Publikum durch zahlreiche Sonder-veranstaltungen möglich.

Auch der 2007 gegründete Verein Tanz ist KLASSE! ermöglicht die Interaktion zwischen dem Staatsballett Berlin und seinem Publikum. Der gemeinnützige Verein realisiert zusammen mit Tanzpädagogen der Compagnie das Education-Programm des Staatsballetts Berlin. Abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer werden zahlreiche Workshops sowie multimediale Angebote zum Programm des Staatsballetts Berlin verwirklicht. Im Vordergrund steht die Integration von Tanz und Ballett in den Schulalltag. Vor allem Kinder, welche keinen direkten Zugang zu diesen Kunstformen haben, werden angesprochen — der Name Tanz ist KLASSE! ist Programm. Eine nachhaltige Wirkung wird durch langfristig angelegte Patenschaften und Projekte erzielt.

Mit Gründung des Staatsballetts Berlin im Jahr 2004 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin ins Leben gerufen. Durch sein Engagement werden neue Perspektiven für die Compagnie eröffnet. Neben der finanziellen Unterstützung konkreter Projekte funktioniert der Verein als zuverlässiges Netzwerk und vermittelt wertvolle Allianzen mit der Wirtschaft.