Zu Besuch: Tanzschule Mierisch mit ihren Hip Hop-Tänzern

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Zu Besuch: Tanzschule Mierisch mit ihren Hip Hop-Tänzern

Am 21. Oktober 2016 besuchten neun Tänzer_Innen der Tanzschule Mierisch einen Workshop bei Tanz ist KLASSE! im Staatsballett Berlin. Das Interesse der Hip Hop-Tänzer lag darauf, Sprünge und Drehungen aus dem Ballett zu erlernen, um ihre Fähigkeiten in ihrem Tanzstil dadurch ergänzen zu können und ihr Wissen auszubauen.

Da Hip Hop überwiegend in Sneakers getanzt wird, liehen sich die Tänzer_Innen Ballettschläppchen von Tanz ist KLASSE!. Sich in diesen Schuhen zu bewegen war sehr neu für unsere Besucher, deshalb brauchten sie einige Zeit um sich an diese engen Schuhe zu gewöhnen. Im Ballettsaal erzählte ihnen unsere Tanzpädagogin Kathlyn Pope etwas über das morgendliche Training der professionellen Balletttänzer, damit die Workshopteilnehmer nachvollziehen konnten, wie auch ihr Training aufgebaut sein würde.

Um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, zeigte ihnen Frau Pope die fünf Arm- und Fußpositionen die es im Ballett gibt. Danach ging es gleich an die Stange, an der die Teilnehmer eine Einführung in weitere Grundbewegungen und -begriffe des klassischen Balletts erhielten. So übten sie Plié (ein Beugen der Knie), Relevé (Körper hochziehen, auf Fußballen stehen), Battements Tendus (Ausstrecken der Beine)  in den fünf verschiedenen Positionen und dehnten sich.

Um die restlichen Muskeln aufzuwärmen, liefen sie im Rhythmus der Musik durch den Saal und zeigten dabei schon kleinere Sprung- und Schrittkombinationen. Im Walzerschritt, den sie zusammen mit Kathlyn Pope erlernten, übten die Hip Hop-TänzerInnen bereits ihre erste Drehung. Bei einfachen Skips in Kombination mit Drehungen zeigten sich sogar erste Parallelen der beiden Tanzarten: Hip Hop und Ballett.

Die Grundlagen waren nun gelegt, um kleine Choreographien einzustudieren. Als der Themenblock Drehung beendet war, führte die Tanzgruppe einzelne Drehungen aus ihrem Tanzstil vor, damit auch unsere Pädagogin etwas Neues kennenlernen konnte.

Viele der Sprünge, die Frau Pope aus dem Ballett zeigte, schienen den Tänzern sehr vertraut zu sein, abgesehen von technischen Details, da es im Hip Hop zum Beispiel keine durchgestreckten Beine gibt, wie wir später erfuhren. Die etwas differenzierte Technik  macht jedoch den Unterschied, um Spagatsprünge oder Entrechat Quatre (vier), Six (sechs) oder Huit (acht) ausführen zu können. Entrechat ist ein Sprung, bei dem die Füße sich in der Luft ein- oder mehrmals kreuzen.  Beide dieser Sprünge konnten die Tanzenden ausprobieren und üben.

Während des Trainingsbesuches kamen bei den Teilnehmern zahlreiche Fragen über das Leben und Training eines professionellen Balletttänzers auf, die wir danach so ausführlich wie möglich beantworteten. Anschließend folgte eine umfangreiche Frage- und Diskussionsrunde, in der sowohl die Hip Hop-Tänzer_Innen als auch Kathlyn Pope die Möglichkeit hatten, ihre Fragen zum jeweils anderen Tanzstil zu stellen.

 

Text: Sarah Franke (FSJlerin Kultur bei Tanz ist KLASSE!)