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DI 03.10.2017, 19:30 UHR

Dornröschen

Choreographie und Inszenierung von Nacho Duato
Musik von Peter I. Tschaikowsky

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Ab 6 Jahren

Hundert Jahre Schlaf und doch schön wie eine junge Frau: So erwacht Dornröschen, wenn sie der Prinz endlich vom bösen Zauber erlöst. Die Liebe des Prinzen ist stärker als der Fluch, der auf der Prinzessin liegt. Über hundert Jahre ist die Uraufführung des gleichnamigen Ballettmärchens her, für die Peter I. Tschaikowsky die Musik komponierte. Staatsballett-Intendant Nacho Duato hat diesen beliebten Klassiker zu neuem Leben erweckt.

Die Inszenierung beweist: Nacho Duato, der dem Berliner Publikum bislang vor allem durch moderne Choreographien bekannt ist, kann auch klassischen Spitzentanz gekonnt in Szene setzen. Nichts in dieser Inszenierung ist behäbig und verstaubt, sondern die gesamte Choreographie leuchtet frisch und sprüht nur so vor Lebenskraft und Frühlingsluft.

Bewunderung verdienen auch die Kostüme von Angelina Atlagic, die auf der Bühne funkeln wie Frühlingsknospen im Morgentau. Das Bühnenbild, ebenfalls von Atlagic entworfen, bietet dem Ballettmärchen einen edlen Rahmen. Äußerst phantasievoll und farbenfroh und doch insgesamt elegant und stilsicher präsentiert sich die Ausstattung dieser Produktion. Die überragende Frische der Inszenierung hat noch einen weiteren Grund. Für sein „Dornröschen“ verzichtet Duato auf unnötigen Ballast und hat Szenen gestrichen, die die Handlung nicht vorantreiben. Sein Augenmerk legt er auf die Märchenfiguren. Auf diese Weise will Duato mit seiner Inszenierung auch Menschen begeistern, die (noch) keine Ballett-Liebhaber sind.

Nicht-Kennern sei an dieser Stelle gesagt: Das Ballett „Dornröschen“ folgt in seiner Handlung der französischen Variante von Charles Perrault: Bei ihrer Taufe wird Prinzessin Aurora von der bösen Fee Carabosse verflucht. An ihrem 16. Geburtstag wird der Fluch Wirklichkeit. Aurora sticht sich an einer Spindel und fällt in einen hundertjährigen Schlaf. Schließlich findet Prinz Desiré den Weg an Auroras Bett und küsst die Prinzessin wach. Es kommt, was kommen muss: eine märchenhafte Hochzeit.

Unterstützt durch die Freunde und Förderer des Staatsballetts Berlin e.V.

PROLOG

König Florestan und seine Gemahlin, die Königin, feiern die Taufe ihrer Tochter, Prinzessin Aurora.

Der Hofstaat wartet auf die Ankunft von König und Königin. Catalabutte, der Zeremonienmeister, überprüft die Gästeliste. Das Fest beginnt. Es erscheint die Fliederfee, die Patin der Prinzessin, in Begleitung guter Feen.

Verängstigte Lakaien kündigen die Ankunft der bösen Fee Carabosee an, die Catalabutte einzuladen vergaß. König und Königin sind sehr besorgt und befürchten das äußerste. Die wütende Carabosse tritt mit ihren furchterregenden Begleitern ein. Wie konnte das Hofzeremoniell es wagen, sie zu vergessen? Carabosse sinnt auf Rache, und verheißt Prinzessin Aurora, dass sie die schönste und klügste aller Prinzessinnen werden würde, allerdings würde sie sich eines Tages an einer Nadel stechen und sterben. Die Fliederfee kann die Prophezeiungen der Carabosse lindern. Prinzessin Aurora werde nicht sterben, sondern in tiefen Schlaf fallen, aus dem ein junger Prinz, von der schlafenden Schönen angezogen, sie erwecken wird.

 

ERSTER AKT

Prinzessin Aurora ist sechzehn Jahre alt. König und Königin feiern ihren Geburtstag. Edelmänner sind in den Palast gekommen, sie halten um Auroras Hand an. Die Prinzen werden Prinzessin Aurora vorgestellt. Sie ist zu allen sehr freundlich und auch bereit, mit allen zu tanzen, aber keiner von ihnen erweckt ihre zuneigung. Eine Alte erscheint und erregt mit einem kuriosen Gegenstand Auroras Aufmerksamkeit. Die Prinzessin nimmt eine Nadel aus ihren Händen entgegen und beginnt, damit zu spielen und zu tanzen. Plötzlich sticht sie sich daran und fällt in Ohnmacht. Die Alte ist niemand anders als Carabosse, die triumphiert.

Die Fliederfee erscheint und versetzt die Prinzessin und den Hofstaat in einen hundertjährigen Schlaf. Nach hundert Jahren wird der Fluch seine Wirkung verlieren.

 

ZWEITER AKT

Hundert Jahre sind vergangen. Prinz Desiré, seine Freunde und Höflinge sind auf der Jagd im Wald. Als der Prinz allein ist, erscheint die Fliederfee. Sie erzählt ihm von der Prinzessin. Der Prinz verlangt, die schlafende Schöne selbst zu sehen.

In einem Boot segeln die Fliederfee und Prinz Desiré zum verwunschenen Ort, der von einer wilden Rosenhecke umschlossen ist. Die böse Fee Carabosse und ihre Begleiter befinden sich im Garten. Plötzlich vernehmen sie Musik, die die Ankunft der Fliederfee verkündet. Gegen sie ist Carabosse machtlos.

Prinz Desiré findet Prinzessin Aurora. Als er die schlafende Schöne küsst, erwacht Aurora.

 

DRITTER AKT

König Florestans Palast. Es wird die Hochzeit von Prinzessin Aurora und Prinz Desiré gefeiert.

Zahlreiche Gäste kommen, um dem jungen Paar zur Vermählung zu gratulieren: Märchenfiguren, Feen und Prinzen. Das Brautpaar tanzt, und die Fliederfee erscheint im Palast. All ihre freundlichen Versprechungen haben sich erfüllt!

Erfahren Sie mehr: 45 Minuten vor Aufführungsbeginn erhält das Publikum am Veranstaltungsort eine kostenlose Einführung, die von Studierenden der Freien Universität Berlin im Rahmen der Ballett-Universität gestaltet wird. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

Familienworkshop „Dornröschen“
Als Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch werden die Handlung erzählt, wichtige Rollen vorgestellt und kurze Tanzszenen einstudiert.

Nur in Verbindung mit dem Besuch der Familienvorstellung buchbar.
Uhrzeit: 17:30 Uhr
Ort: Deutsche Oper Berlin
Kosten: 3 Euro für Kinder bis einschließlich 16 Jahren | 5 Euro für Erwachsene

Anmeldung erforderlich
Telefon: 030 34 384-166
E-Mail: contact@tanz-ist-klasse.de

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