Robert Reimer

DIRIGENT

Robert Reimer dirigierte 2016 u.a. eine Inszenierung von „Schuberts Winterreise“ von Hans Zender mit der Deutschen Radio Philharmonie und Julian Prégardien am Grand Théâtre de Luxembourg. Ein Konzert davon wurde im großen Sendesaal des SR in Saarbrücken in Anwesenheit des Komponisten live auf SR2-Klassik übertragen.

Im Sommer 2015 dirigierte er beim Copenhagen Opera Festival und beim Malmö Festival „Eugen Onegin“, u.a. mit Roman Trekel in der Titelrolle. Danach dirigierte er eine TV-Produktion von „Dornröschen“ an der Deutschen Oper Berlin, die 2016 im französischen und italienischen Fernsehen gezeigt wurde und später auch als DVD bei BelAir Classiques erscheinen wird. Im Anschluss daran folgte die Weltpremiere von „The Little Mermaid“ an der Finnish National Opera.

In den letzten Jahren debütierte Robert Reimer erfolgreich an so bedeutenden Opernhäusern wie der Berliner Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, (wo er seit 2011 jedes Jahr eine eigene Premiere dirigiert), dem Grand Théâtre de Genêve, der Königlichen Oper Kopenhagen, der Finnischen Nationaloper, dem Copenhagen Opera Festival, der Stuttgarter Staatsoper, oder auch dem Gran Teatro del Liceu Barcelona. Dabei dirigierte er Opern wie „Manon“, „Freischütz“, „Eugen Onegin“, „Die Zauberflöte“ oder „Katja Kabanova“, oder Ballette wie „Der Nussknacker“, „Schwanensee“, „Dornröschen“, „Peer Gynt“, oder „Bayadère“.

Robert Reimer wurde in Luxemburg geboren und war bereits während des Studiums in Köln und Düsseldorf am Hessischen Staatstheater Darmstadt (1991–95) engagiert. Dort assistierte er GMD Prof. H. Drewanz und sammelte als Kapellmeister erste Erfahrungen als Dirigent. Danach arbeitete er als Assistent bedeutender Dirigenten wie C. Eschenbach, S. Cambreling, M. Boder, M. Schönwandt, R. Frühbeck de Burgos, B. de Billy, J. Belohlavek, D. Callegari und M. Albrecht bei den Salzburger Festspielen, sowie den Opernhäusern von Paris, Brüssel, Barcelona, Leipzig, Kopenhagen, Genf, Santiago de Chile oder Antwerpen/Gent.

Es folgten Einladungen nach Köln, Essen, Wuppertal, Leipzig, Kopenhagen, Oslo, sowie nach Düsseldorf und Duisburg, wo er im Herbst 2005 mit „Don Giovanni“ debütierte und danach als 1. Kapellmeister viele verschiedene Opern dirigierte. Seitdem arbeitete er im Opernbereich mit so herausragenden Sängern wie u.a. A. Denoke, D. Kuebler, R. Gorr, P. Petibon, R. Trekel, J. Johnson, M. Salminen oder A. Dohmen.

Sein breitgefächertes Repertoire umfasst neben den gängigen Werken der Opernliteratur auch Raritäten wie z. B. „Die Dialoge der Karmeliterinnen“, „Ariadne auf Naxos“, Alban Bergs „Lulu“, oder auch Ligetis „Le Grand Macabre“. Die großen Ballette gehören ebenso zu seinem Repertoire; unter seinem Dirigat wurde Tschaikowskys „Dornröschen“ des Leipziger Balletts mit dem Leipziger Gewandhausorchester von ARTE für das Fernsehen produziert (2004). Im Cross-Over-Bereich arbeitete er mit so renommierten Stars wie Chris de Burgh, Ute Lemper, Till Brönner, Joja Wendt und Klaus Hoffmann zusammen.

Robert Reimer ist auch als Konzertdirigent international gefragt, Gastspiele führten ihn u.a. zum Leipziger Gewandhausorchester, zum HR-Sinfonieorchester, zur Deutschen Radio Philharmonie, zum Orchestre Philharmonique de Strasbourg, zur Basel Sinfonietta, zum Orchestre Philharmonique de Luxembourg, zum Tonkünstlerorchester Niederösterreich, sowie zur Königlichen Kapelle Kopenhagen.

2013 erschien eine von ihm dirigierte CD mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und Musik von D. Milhaud, H. Sauguet sowie D. Scarlatti bei Hänssler Classic in der bekannten SWR-Reihe „les ballets russes“ (Vol.9). Von Schuberts „Winterreise“ mit J. Prégardien und der Deutschen Radio Philharmonie wird Ende des Jahres/Anfang 2017 auch eine CD erscheinen.

Es gibt mehrere Fernseh-Aufzeichnungen der Konzertauftritte Robert Reimers, unter anderem das im dänischen Fernsehen-DRK live gesendete große Abschlusskonzert des Copenhagen Opera Festival mit dem Malmö Opera Orchestra (2014 und 2015), sowie die First Night der Classic Open Air Berlin am Gendarmenmarkt (2014 bis 2016) und die Elblandfestspiele (2015 und 2016), die beide vom Rundfunk Brandenburg Berlin RBB ausgestrahlt wurden. Außerdem wurden Vorstellungen von ihm aus der Deutschen Oper Berlin und der Genfer Oper live im französischen Kultursender Mezzo-TV, sowie im italienischen Klassiksender Mondo Classica gesendet. Sein „Nussknacker“ mit dem Staatsballett Berlin ist im Herbst 2015 bei BelAir-Classiques als DVD erschienen.