Marius Stravinsky

DIRIGENT

Im Alter von vier Jahren begann Marius Stravinsky und Zentralen Moskauer Musikschule Geige zu spielen. Im Alter von zehn Jahren setzte er seine Ausbildung an der britischen Yehudi Menuhin Schule fort und erhielt drei Jahre darauf, als erster Student der ehemaligen Sowjetunion ein Stipendium des Eton College. Ein weiteres Stipendium erhielt er für die Royal Academy of Music in London, von der er auch seinen Abschluss erhielt. Stravinskys Leidenschaft für das Dirigieren wurde bei einer Begegnung mit Mariss Janssons geweckt, dem er im Alter von 13 Jahren das Bruch-Violinkonzert vorspielte, Igor Golovchin und Thomas Sanderling unterwiesen ihn späterhin im Dirigieren. Im Sommer 1998 assistierte er Claudio Abbado bei der Einstudierung von „Don Giovanni“ für Peter Brooks Inszenierung beim Festival in Aix-en-Provence. Meisterkurse als Dirigent besuchte er bei Kenneth Kiesler und Eri Klas.

Im September 2002 wurde Stravinsky als Kapellmeister an die Moskauer Philharmonie und die Moskauer Helikon Oper verpflichtet, wo er mit Vladimir Ponkin zusammenarbeitete. Während der drei Jahre, die er an dieser Institution verbrachte, erarbeitete er sich ein stattliches Opern-Repertoire. Seine rege Konzerttätigkeit führte ihn mit zahlreichen Klangkörpern zusammen, darunter das Royal Philharmonic Orchestra (UK), Philharmonia Orchestra (UK), Moskauer Philharmoniker, Russische Nationalorchester, Nationale Sinfonieorchester Litauen, die Thüringer Symphoniker, das St. Petersburger Kammerorchester, Staatlich-Akademische Sinfonieorchester Belarus, Nationalorchester Malta, Queensland Symphony, Tokyo Opera Philharmonic Orchestra und einige weitere.

Als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Karelischen Philharmonischen Orchesters setzte er sich neben 40 weiteren Bewerbern durch, und wurde somit 2007 der jüngste Dirigent, der in Russland jemals eine solche Leitungsposition bekleidet hatte. Er bliebe bei diesem Ensemble bis 2012. Im selben Jahr debütierte er am Mariisky Theater St. Petersburg, und wurde für seine Opern-Dirigate „Mawra“ und „Die Nachtigall“ von Kritikern und Publikum gefeiert. Weitere Einladungen an dieses wichtige russische Opernhaus folgten unverzüglich.

Zu seinen Einspielungen zählen die Welturaufführung eines Violinkonzerts und einer Sinfonie von Ignaz Brüll, eine der Sinfonien von Salomon Jadassohn sowie eines der Klavierkonzerte von Paul Pabst. Mit dem Karelischen Philharmonischen Orchester spielte er weitere Raritäten ein, darunter die „Thomas Blower Symphony“, Werke von Holbrook, sowie ein Klavierkonzert und „Silentium“ von Zhukov.

Auf Einladung von Vladimir Jurowski wurde Marius Stravinsky dessen Musikalischer Assistent beim London Philharmonic Orchestra (2013 – 2015). Als Ständiger Gast dirigiert er am Mikhailovsky Theater St. Petersburg, wo er zuletzt für „La Bayadère“, „Schwanensee“, „Don Quixote“, „La Fille mal gardée“, „White Darkness“ und einige weitere Inszenierungen die musikalische Leitung übernahm. Eine enge Verbindung pflegt er mit dem Staatlich-Akademischen Sinfonischen „Svetlanov“ Orchester, wo er seit seinem Debüt 2014 mehr als ein Dutzend Sinfonie-Konzerte leitete. Weitere Debüts führten ihn in der jüngeren Vergangenheit zum Slownischen Nationalorchester, zum Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, zur Monterey Symphony, Sinfonica di Roma. Aus seinem außerordentlich erfolgreichen Debüt beim Giuseppe Verdi Sinfonieorchester Mailand folgten Verpflichtungen bis einschließlich 2017. Weitere bemerkenswerte Höhepunkte der näheren Zukunft, der aktuellen Saison, bilden seine Debüts mit der Staatskapelle Berlin und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin. Dem St. Petersburger Sinfonieorchester und dem Moskauer „Svetlanov“ Orchester bleibt er weiterhin treu.