Bernice Coppieters

EINSTUDIERUNG

Geboren im belgischen Dendermore, erhielt sie ihre Ausbildung als Tänzerin an der Königlichen Ballettschule Flandern in Antwerpen und wurde nach ihrem Abschluss zunächst in das Ensemble des Königlichen Balletts Flandern übernommen. Sie setzte ihre Ausbildung an der Juillard School in New York City fort, und gewann den Prix de Lausanne.

1991 trat sie ins Ensemble der Ballets de Monte-Carlo ein, wo sie Jean-Christophe Maillot zu zahlreichen Rollen-Kreationen in vielen seiner erfolgreichsten Produktionen inspirierte: Julia in „Roméo et Juliette“, die Titelrollen in „Cendrillon“, „La Belle“ und „Schéhérazade“ sowie die Hauptpartien in „Casse-Noisette“, „Circus“, „Le songe“ und „Faust“, die sie allesamt an der Seite von Gil Roman tanzte.

Bernice Coppieters interpretierte auch die großen Rollen der Ballets-Russes-Repertoires, dem die Ballets de Monte-Carlo verpflichtet sind: „Der verlorene Sohn“, Der Feuervogel“, „Nachmittag eines Fauns“, und „Les Sylphides“ sowie Choreographien von George Balanchine, darunter „Agon“, „The Four Temperaments“, „La valse“, „Serenade“, „Violin Concerto“, „Who cares?“ und „Theme and Variations“. Auch andere Gast-Choreographen inspirierte sie zu Rollen-Interpretationen, darunter Nacho Duato, William Forsythe oder Jiří Kylián. Marco Goecke kreierte für sie das Solo „Tué“. Zudem gehört sie in den auserwählten Kreis der Interpretinnen von Maurice Béjarts Boléro“. Seit 1995 darf sie den von Prinzessin Caroline von Hannover verliehenen Titel „Danseuse Étoile“ führen.

Nach den Höhepunkten ihrer Bühnenlaufbahn begann sie, Jean-Christophe Maillots Choreographien in aller Welt einzustudieren, sie arbeitete mit dem Königlich Schwedischen Ballett, Aalto Ballett Essen, Wiener Staatsballett, Korean National Ballet und dem Atlanta Ballet.

Bernice Coppieters wurde 2002 vom monegassischen Fürstenhaus mit dem „l'Ordre du Mérite Culturel“ ausgezeichnet, 2003 mit dem Preis „Léonide Massine“ geehrt, 2005 als „Étoile des Jahres“ von „Danza e Danza“ auserkoren und 2011 mit dem Benois de la danse ausgezeichnet.