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Fr 16.06.2017 Fabienne Rohde

Sarah Mestrovic über Dornröschen

Die Solistin Sarah Mestrovic tanzt in Nacho Duatos „Dornröschen“ die Lila Fee. Im Interview spricht sie über die zauberhaften Kostüme von Angelina Atlagic und über ihren persönlichen Lieblingsmoment.

Welche Rolle tanzt du?

Ich tanze in „Dornröschen“ die Lila Fee, das heißt, ich führe die Zuschauer durch das ganze Stück von Anfang bis Ende. Im Grunde bin ich die gute Seele, die die ganze Geschichte zu einem guten Ende führt.

Was ist das Besondere an Nacho Duatos „Dornröschen“?

Dornröschen ist zwar ein klassisches Stück auf Spitzenschuhen, jedoch hat es moderne Einflüsse hinsichtlich der Bewegungen: Das ist eine neue Art des Tanzens und fordert eine hohe klassische Technik. Dadurch, dass diese Version nicht so lang ist, ist es auch sehr familienfreundlich. Ein Highlight für jeden sind auch die märchenhaften Kostüme, vor allem die der Feen. Jedes Tutuist handgemacht mit unterschiedlichen Ornamenten. Auch die kleinen Flügel sind handbemalt. Jedes von Ihnen ist ein Unikat. Im Kontrast zu den farbenfrohen Kostümen der guten Feen steht das imposante schwarze Kleid der bösen FeeCarabosse, was der ganzen Rolle eine gefährliche Aura gibt.

Lieblingsrolle?

Ich denke, ich habe in dem Stück meine Traumrolle, ich denke, dass diese Rolle auch sehr gut zu mir passt. Damit fühle ich mich wohl!

Dein persönlicher Gänsehautmoment?

Mein Gänsehautmoment ist der Augenblick, in dem Dornröschen erwacht. Musikalisch wird das gut unterstützt, es baut sich langsam auf, während der Prinz von mir durch den Wald geführt wird, über Umwege und vorbei an Traumgestalten zu ihr. In dem Moment, als er Sie auf dem Bett findet, atmet das ganze Publikum auf und wartet gespannt auf den Kuss. Dann kommt der Augenblick, in dem ich den Zauberstab, untermalt durch einen Beckenschlag aus dem Orchester, schwinge. Dann wacht sie auf und ist mit Ihrem Prinzen vereint. Dabei bekomme ich jedes Mal erneut Gänsehaut.

Was ist dir bei deiner Rolle wichtig, was willst du präsentieren?

Mir ist wichtig, dass man erkennt, dass ich der Leitfaden des Stückes bin und dass ich den Prinzen zur Prinzessin führe.