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Mo 18.12.2017 Staatsballett Berlin

Wir trauern um

NORA MANK

(1935 – 2017)

 

NORA MANK war von 1961 bis 1972 Primballerina der Deutschen Staatsoper Berlin. Nora Mank wurde am 8. Juli 1935 in Leipzig geboren und unternahm ihre ersten Schritte auf der Bühne im Kinderballett der Leipziger Oper. 1950 wurde sie Schülerin von Tatjana Gsovsky in West-Berlin, und wurde sodann auch Elevin an der Deutschen Staatsoper Berlin. Sie wurde aufgrund ihrer Begabung ausgewählt, für ein Jahr an der Ballettakademie in St. Petersburg (Leningrad) zu studieren, um ihre Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin zu vervollkommnen. 1961 entschloss sie sich, ihren Wohnsitz nach Ost-Berlin zu verlegen, um ihre künstlerischen Bindungen an die Deutsche Staatsoper im Osten der nunmehr geteilten Stadt bewahren zu können.

Sie tanzte fast alle große Partien des Ballett-Repertoires, darunter Odette/Odile in SCHWANENSEE oder die Titelrollen in GAJANEH und ROMEO UND JULIA, um nur die bekanntesten zu nennen. Ihre Rollen erarbeitete sie zunächst mit Daisy Spies, der Chefchoreographin der Deutschen Staatsoper, und mit Lilo Gruber, deren Nachfolgerin, sodann auch mit Claus Schulz, Ballettdirektor ihrer letzten aktiven Jahre. Als Interpretin mehrerer Uraufführungen und Auftragswerke wurden zahlreiche Rollen speziell für sie kreiert. Für Ihre Verdienste wurde sie mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet.

Nora Mank ist am 1. Dezember 2017 in Berlin verstorben. Das Ensemble des Staatsballetts Berlin und der Staatsoper Unter den Linden erinnert sich mit Dankbarkeit an den Elan und die Hingabe dieser Künstlerin, die ihre Spuren in der Berliner Tanzgeschichte so deutlich hinterlassen hat und wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Staatsballett Berlin

15. Dezember 2017